
In einer Maßnahme zur Vereinfachung eines der meistgenutzten Visakanäle für Unternehmen in Indien bestätigte das britische Innenministerium am 21. Februar 2026, dass alle Standardbesuchervisa für indische Staatsangehörige ab dem 25. Februar auf digitale e-Visa umgestellt werden. Diese Modernisierung bedeutet, dass indische Reisende keine Vignetten mehr in ihren Reisepässen haben; stattdessen wird der Einwanderungsstatus in einem Online-Konto bei UK Visas & Immigration (UKVI) hinterlegt, das mit der Nummer ihres Reisedokuments verknüpft ist. Antragsteller müssen weiterhin ein VFS Global Zentrum für biometrische Daten und Dokumentenscans aufsuchen, erhalten ihren Reisepass jedoch noch am selben Tag zurück – was die bisher übliche einwöchige Zurückbehaltung des Passes beendet, die oft mehrtägige Reisen in mehrere Länder erschwerte. Für Unternehmen beseitigt diese Änderung ein großes logistisches Hindernis bei kurzfristigen Europa-Reisen, die Großbritannien mit Schengen-Treffen verbinden, da die Reisepässe für andere konsularische Dienstleistungen verfügbar bleiben. An der Grenze zeigen indische Besucher ihren Reisepass vor und werden empfohlen – aber nicht verpflichtet –, eine Ausdruck oder einen Screenshot des e-Visa-Bescheids mitzuführen. Fluggesellschaften überprüfen den Status über das neue System „Advance Permission to Travel“, ähnlich den ETA-Prüfungen in Australien. UKVI bezeichnet die Umstellung als Zwischenschritt hin zu digitalen Arbeitserlaubnissen und als Teil der Integration in die Indien-Großbritannien-Migrations- und Mobilitätspartnerschaft, was die Einhaltung von Vorschriften bei künftigen innerbetrieblichen Versetzungen erleichtern könnte. Die Ankündigung fällt mit der schrittweisen Einführung elektronischer Reisegenehmigungen (ETAs) für visumfreie Nationalitäten in Großbritannien zusammen und unterstreicht die umfassendere Digitalstrategie an den Grenzen. Reiseverantwortliche sollten ihre UK-Einreiseinformationen aktualisieren, sicherstellen, dass die E-Mail-Adressen der Reisenden für UKVI-Konten hinterlegt sind, und Mitarbeiter daran erinnern, dass visumpflichtige Staatsangehörige wie Inder keine ETA zusätzlich zum e-Visa beantragen müssen. Arbeitgeber, die im Frühjahr Delegationen nach Großbritannien entsenden, sollten zudem mehr Zeit für die Einführung in das neue System einplanen: Das UKVI-Portal erfordert eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, und Reisende müssen ihr Konto aktualisieren, wenn sie während der Gültigkeit des Visums einen neuen Reisepass erhalten.
Quelle: Business Standard
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