
Das Auswärtige Amt hat am 28. Februar 2026 seine Reise- und Sicherheitshinweise für die Vereinigten Arabischen Emirate aktualisiert und eine ausdrückliche Warnung für elf Staaten im Nahen Osten ausgesprochen, nachdem die USA und Israel am selben Tag Luftangriffe auf Ziele im Iran durchgeführt hatten. Angesichts von Vergeltungsraketenangriffen und weitreichenden Luftraumsperrungen rief Berlin alle deutschen Staatsbürger in Israel/Palästina, Libanon, Jordanien, Syrien, Irak, Iran, Bahrain, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien, Katar und den VAE dazu auf, sich in die ELEFAND-Krisenliste einzutragen und sich auf eine schnelle Umsiedlung vorzubereiten. Die Formulierung – „Seit dem 28. Februar 2026 führen Israel und die USA Luftschläge gegen Ziele im Iran durch… zahlreiche Lufträume wurden gesperrt“ – ist eine der wenigen Gelegenheiten seit der Pandemie 2020, bei der das Ministerium eine regionsweite Warnung am selben Tag veröffentlicht hat. Für deutsche Mobilitätsmanager hat dies unmittelbare praktische Folgen: Versicherer könnten den Schutz für nicht notwendige Reisen verweigern, während entsandte Mitarbeiter, die den GCC verlassen wollen, Schwierigkeiten haben könnten, Plätze auf den wenigen noch verfügbaren Flügen über Istanbul oder Athen zu bekommen. Fachanwälte für Einwanderungsrecht weisen darauf hin, dass Notrückführungen unerwartete sozialversicherungsrechtliche Folgen haben können. Nach der EU-Entsenderichtlinie treten Arbeitnehmer, die länger als 30 Tage nach Deutschland zurückkehren, automatisch wieder in das deutsche Sozialversicherungssystem ein, was die Personalkosten erhöhen kann. Unternehmen wird daher empfohlen, jeden vorübergehenden Aufenthalt in der EU zu dokumentieren und gegebenenfalls rückwirkend A1-Bescheinigungen zu beantragen. Das Auswärtige Amt betonte, dass die Warnung „bis auf Weiteres“ gilt. Multinationale Unternehmen werden voraussichtlich die Rotation von Teams aussetzen und hochrangige Meetings in europäische Standorte verlegen, bis der regionale Luftraum wieder geöffnet ist – was Frankfurts Rolle als Ausweichzentrum für innerbetriebliche Mobilität weiter stärkt.
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