
Auf einer Pressekonferenz vor der Jahrestagung der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes (CPPCC) am 4. März 2026 präsentierte Sprecher Liu Jieyi neue Belege dafür, dass Chinas Öffnung der Grenzen an Fahrt gewinnt. Während der neuntägigen Frühlingsfestferien stiegen die visafreien Einreisen im Jahresvergleich um 75,6 Prozent, so Liu gegenüber Journalisten. Dies führte er auf die jüngsten einseitigen Visafreiheitsregelungen für Kanada, das Vereinigte Königreich sowie mehrere Golf- und lateinamerikanische Staaten zurück. Der zollfreie Umsatz in Hainan stieg im gleichen Zeitraum um 30,8 Prozent, was die wirtschaftlichen Vorteile der erleichterten Einreise unterstreicht. Liu wertete diese Zahlen als erste Früchte der „institutionellen Öffnung“, die sich inzwischen über Zölle hinaus auf Regeln, Standards und das Einwanderungsmanagement erstreckt. Besonders hervorgehoben wurde das im Spätherbst 2025 eingeführte inselweite Zollmodell des Freihandelsports Hainan, das den Touristenstrom erleichtert. Für die Zukunft planen die CPPCC-Mitglieder Vorschläge zur Vertiefung der zwölf Erleichterungsmaßnahmen der Nationalen Einwanderungsbehörde, zur Ausweitung ausländerfreundlicher Servicezentren und zur Beschleunigung von E-Visum-Pilotprojekten – Teil einer umfassenderen Initiative, Mobilität im 15. Fünfjahresplan (2026–2030) zu verankern. Für multinationale Arbeitgeber lautet die Botschaft des Sprechers zweifach: China wird seinen visafreien Kreis weiter ausdehnen; und Freihandelszonen wie Hainan werden durch vereinfachte Zoll- und Steuervorschriften zu attraktiven Standorten für die Talentrekrutierung.
Quelle: China Daily
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