
Das brasilianische Außenministerium (Itamaraty) veröffentlichte am 6. März eine neue konsularische Warnung angesichts der eskalierenden Konflikte im Nahen Osten. Die Botschaften in Doha, Abu Dhabi und Kuwait-Stadt berichten von zeitweisen Luftraumsperrungen und sich schnell ändernden Flugplänen, die bereits Dutzende brasilianische Geschäftsreisende und Expatriates gestrandet haben. Das Ministerium steht in „kontinuierlichem Kontakt“ mit den örtlichen Behörden und Fluggesellschaften, um bei Flugausfällen Umlenkungen und Umbuchungen zu erleichtern. Die Warnung empfiehlt Brasilianern, nicht notwendige Reisen in elf Länder zu verschieben – darunter Iran, Israel, Katar, Kuwait, die VAE, Bahrain, Jordanien, Irak, Libanon, Palästina und Syrien – und Überlandtransits vom Golf nach Saudi-Arabien oder Oman zu vermeiden, da einige Reisende diese Routen nutzen, um gesperrte Flugkorridore zu umgehen. Wer sich bereits in der Region aufhält, wird aufgefordert, einen mindestens sechs Monate gültigen Reisepass mitzuführen, Menschenansammlungen zu meiden und die Social-Media-Kanäle der Botschaften für Evakuierungsanweisungen im Auge zu behalten. Brasilianische Multinationale mit Bau- und Ölserviceverträgen im Golf prüfen derzeit ihre Fürsorgepflichten. Ein großer Ingenieurkonzern bestätigte, dass er nicht-kritisches Personal in Kuwait auf Rotationspläne über Maskat umstellt, falls der internationale Flughafen Kuwait geschlossen wird. Reise-Risikoberater berichten, dass die Prämien für medizinische und sicherheitsbezogene Evakuierungen brasilianischer Mitarbeiter im Golf seit Januar um 18 % gestiegen sind. Die Warnung folgt nur wenige Tage nach einem von Itamaraty organisierten Qatar-Airways-Charterflug von Doha nach São Paulo für Familien, die von früheren Flugausfällen betroffen waren – ein Hinweis darauf, dass ad-hoc-Rückholflüge bei einer Verschärfung der regionalen Spannungen häufiger werden könnten. Unternehmen mit entsandtem Personal wird geraten, alternative Ausstiegspunkte zu planen, aktuelle Reisedaten zu pflegen und ihre Mitarbeiter über die begrenzten konsularischen Hilfen Brasiliens in Hochrisikogebieten zu informieren.
Quelle: Manchete Rio
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