
Britische Urlauber und Geschäftsreisende, die Reisen nach Spanien planen, erfuhren am 6. März 2026, dass das kommende Europäische Reiseinformations- und -genehmigungssystem (ETIAS) 20 € kosten wird – fast dreimal so viel wie die ursprünglich angekündigten 7 €. Diese Summe, bestätigt von EU-Quellen und berichtet von Cambridge News, spiegelt inflationsbedingte Anpassungen und höhere Ausgaben für Cybersicherheit wider, wie von der Europäischen Kommission angegeben. ETIAS, das Ende 2026 eingeführt werden soll, ist eine verpflichtende Vorabgenehmigung für visumfreie Besucher aus 60 Ländern, darunter das Vereinigte Königreich. Die Genehmigung ist drei Jahre lang gültig (oder bis zum Ablauf des Reisepasses), die Gebühr fällt jedoch bei jeder neuen Antragstellung an. Das spanische Tourismusministerium, das den britischen Markt – seinen größten Quellmarkt – beruhigen möchte, betonte, dass die Gebühr immer noch „deutlich günstiger“ als ein Schengen-Visum sei und der Online-Prozess für die meisten Nutzer „weniger als zehn Minuten“ dauern sollte. Fluggesellschaften auf den lukrativen Strecken London–Madrid und Manchester–Alicante warnen jedoch vor möglichen Engpässen beim Check-in in den ersten Wochen nach Einführung, ähnlich den Verzögerungen beim Ein- und Ausreisesystem (EES), die 2025 an spanischen Flughäfen auftraten. Geschäftsreisemanager sollten das höhere Entgelt einplanen, die Reisendenprofile in Buchungssystemen aktualisieren und ETIAS-Statusprüfungen in die Genehmigungsprozesse vor der Reise integrieren. Ohne gültiges ETIAS drohen Boarding-Verweigerung oder Grenzabweisung. Spanische Hoteliers befürchten, dass preissensible Touristen sich für Ziele außerhalb des Schengen-Raums entscheiden könnten, doch Analysten von CaixaBank Research schätzen den Einfluss auf die Besucherzahlen als „geringfügig“ ein, angesichts der Gesamtkosten der Reise. Dringender sei die Frage, ob Spanien genügend zusätzliche Passkontrollstellen besetzen kann, um den doppelten Verifizierungsprozess von ETIAS und EES zu bewältigen.