
Mehr als siebzig taiwanesische Reisende, die nach massiven Flugausfällen in der Türkei gestrandet waren, landeten in den frühen Morgenstunden des 10. März sicher am Shanghai Pudong International Airport mit dem China Eastern Flug MU704. Die Gruppe hatte ursprünglich eine Verbindung über Abu Dhabi geplant, musste jedoch aufgrund des Nahost-Konflikts, der wichtige Luftkorridore schloss, umdisponieren. Die Behörden auf dem Festland koordinierten sich mit Fluggesellschaften und Grenzkontrollteams, um Passagierlisten vorab zu prüfen und das Gepäck schnell durchzuschleusen, sodass die Reisenden noch am selben Vormittag Anschlussflüge nach Taipeh nehmen konnten. Am Flughafen Shanghai wurden zusätzliche Mandarin- und Taiwanisch-Hokkien-sprechende Mitarbeiter an speziellen Schaltern eingesetzt, während das „Smart Pass“-E-Gatesystem in Pudong elektronische Taiwan Compatriot Permits in weniger als 15 Sekunden pro Passagier abfertigte. Mehrere Reisende äußerten gegenüber Reportern ihre „tiefe Dankbarkeit“ und berichteten, sie hätten sich „vom Moment der Landung an sicher gefühlt“. Dieser Vorfall unterstreicht die Rolle des chinesischen Festlands als Notfall-Drehkreuz für Passagiere über die Taiwanstraße, wenn Routen über Drittstaaten zusammenbrechen. Reisebüros in Taipeh berichten von einem Anstieg der Nachfrage nach „Shanghai-Brücken“-Reiserouten um 40 Prozent in dieser Woche, insbesondere bei Gruppenreisen, die mitten in Europa und dem Nahen Osten unterwegs waren. Firmen, die Mitarbeiter entsenden, sollten beachten, dass taiwanesische Angestellte mit dem einjährigen Mehrfacheinreise-Companion Permit das Festland bis zu 90 Tage visafrei als Transit nutzen können, sofern das Endziel Taiwan ist. Anschlussflüge müssen jedoch auf demselben Ticket gebucht sein, um eine erneute Gepäckkontrolle zu vermeiden. Mobilitätsberater empfehlen, Shanghai oder Xiamen als Ausweichrouten in Notfallpläne für künftige geopolitische Störungen einzubauen.
Quelle: China News Service
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