
Da große Teile des Luftraums im Nahen Osten nach den jüngsten US-israelischen Angriffen auf den Iran weiterhin gesperrt sind, hat China eine seiner schnellsten Evakuierungsaktionen in Friedenszeiten gestartet. Der Sprecher des Außenministeriums, Guo Jiakun, erklärte auf einer Pressekonferenz am 10. März, dass in den vergangenen zehn Tagen mehr als 10.000 chinesische Staatsbürger aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Oman, Saudi-Arabien und der Türkei zurückgeflogen wurden. Die Operation umfasst zusätzliche Flüge von Air China, China Eastern und China Southern sowie diplomatische Abstimmungen zur Sicherung von Lande- und Überflugrechten. Die Grenzkontrollbehörden wurden angewiesen, an den Flughäfen Beijing Capital, Guangzhou Baiyun und Shanghai Pudong spezielle Kanäle einzurichten, damit Evakuierte die Einreiseformalitäten in weniger als 30 Minuten erledigen können. In Shanghai, wo die größte Gruppe ankam, überprüften Einwanderungsbeamte die Passagierlisten im Voraus und setzten mehrsprachige Freiwillige ein, um Reisenden bei der Umbuchung von Anschlussflügen oder Quarantänehotels zu helfen. Unter den Rückkehrern befanden sich mehr als 70 Taiwanesen, die nach der Stornierung ihres Anschlussflugs in Abu Dhabi in Istanbul gestrandet waren. Sie landeten um 04:03 Uhr mit Flug MU704 – der größten Taiwan-Gruppe, die seit Beginn der Krise über das chinesische Festland reiste – und wurden auf Morgenflüge nach Taipeh umgebucht. Die Schnelligkeit der Reaktion zeigt, wie sehr Chinas Krisenmanagement seit der Evakuierung aus Libyen 2011 gereift ist. Die Fluggesellschaften konnten innerhalb von 48 Stunden ruhende Fünft-Freiheitsrechte reaktivieren, während Konsularteams Sicherheitswarnungen in Echtzeit über das WeChat-Mini-Programm „Consular Express“ verbreiteten, das mittlerweile 31 Millionen Nutzer hat. Für Arbeitgeber unterstreicht der Vorfall die Bedeutung einer aktuellen Reisendenüberwachung. Mehrere multinationale Unternehmen berichteten der Global Mobility Alliance, dass sie den Überblick über kurzfristige Entsendungen verloren hatten, die private Zwischenstopps gebucht hatten. Berater empfehlen, HR-, Sicherheits- und Buchungsdaten zu verknüpfen, um bei sich verschlechternden Bedingungen schnell eine genaue Übersicht zu erhalten. Das Außenministerium rät derweil chinesischen Staatsbürgern, bis zur Stabilisierung der kommerziellen Flugpläne auf nicht notwendige Reisen in den Iran und die Nachbarländer zu verzichten.
Quelle: CCTV News / MFA press briefing
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für China.Mehr von China
Alle anzeigen
Japan genehmigt Änderung des Einwanderungsgesetzes – Visagebühren steigen bis zu 30-fach, JESTA-Vorabgenehmigung eingeführt
Chinas wachsender visafreier „Freundeskreis“ sorgt für Rekordzahlen bei der Einreise