
Die tschechische Botschaft in Islamabad gab am 9. März 2026 bekannt, dass ihre Visa- und Konsularabteilung vom 18. bis 29. März aus „betrieblichen Gründen“ geschlossen bleibt. Alle Termine in diesem Zeitraum werden storniert, der Service wird am 30. März wieder aufgenommen. Die Schließung betrifft Antragsteller aus Pakistan und Afghanistan, den beiden Zuständigkeitsbereichen der Botschaft in Islamabad. Laut Angaben des tschechischen Innenministeriums bearbeitete die Botschaft im Jahr 2025 über 9.000 Visaanträge, darunter auch Mitarbeiterkarten für Fachkräfte, die in tschechischen Automobilwerken eingesetzt werden. Unternehmen, die auf Just-in-Time-Einsätze aus Südasien angewiesen sind, müssen mit Verzögerungen rechnen. Mobilitätsteams werden dazu angehalten, Termine auf April umzubuchen und gegebenenfalls Anträge bei anderen Botschaften wie in Neu-Delhi oder Abu Dhabi einzureichen, sofern dies möglich ist – auch dort sind die Kapazitäten jedoch begrenzt. Die Botschaft betont, dass Notfallreisepässe für tschechische Staatsbürger weiterhin im Einzelfall ausgestellt werden. Betroffene Antragsteller können die Botschaft über die veröffentlichte Hotline oder per E-Mail kontaktieren, um nach Wiederöffnung des Buchungskalenders einen neuen Termin zu vereinbaren. Der Vorfall verdeutlicht die Anfälligkeit von Mobilitätsprozessen bei unerwarteten Botschaftsschließungen und unterstreicht die Notwendigkeit von Notfallplänen und einer diversifizierten Botschaftsstrategie, insbesondere in Ländern mit hohem Arbeitskräfteaufkommen.
Quelle: Czech Embassy – Islamabad