
Während der Iran-Israel-Konflikt den Luftraum im Golf weiter destabilisiert, intensivierte Tschechien am 7. März 2026 seine großangelegte Evakuierungsaktion. Außenminister Petr Macinka erklärte gegenüber Journalisten, dass noch 4.300 tschechische Staatsbürger im Drozd-Reisendenüberwachungssystem in zehn Ländern des Nahen Ostens registriert seien, jedoch „die klare Mehrheit derzeit nicht zurückkehren möchte“. Zwei nächtliche Smartwings-Flüge – einer vom Staat gechartert, der andere Teil des wieder aufgenommenen Dubai-Dienstes der Fluggesellschaft – landeten mit rund 380 Passagieren am Flughafen Václav Havel in Prag. Ein dritter, staatlich finanzierter Airbus startete am Nachmittag von Prag nach Riad, um dort gestrandete Touristen und Geschäftsreisende abzuholen; die Ankunft wurde vor Morgengrauen am 8. März erwartet. Weitere Einsätze nach Sharm el-Sheikh und Maskat stehen bereit, wobei die Regierung zusicherte, 100 % der direkten Kosten zu übernehmen und später 75 % davon über den EU-Zivilschutzmechanismus zurückzufordern. Das Außenministerium bestätigte, dass bisher elf Rückholflüge mehr als 1.500 Staatsbürger nach Hause gebracht haben, während Tausende weitere Plätze auf begrenzten kommerziellen Flügen fanden, nachdem Emirates, Qatar Airways und Etihad ihre Dienste schrittweise wieder aufgenommen hatten. Der Flughafenbetreiber Prague Airport meldete, dass zwischen dem 1. und 7. März 4.833 Passagiere aus dem Golf ankamen, während 439 in die Region abflogen – ein Zeichen für eine steigende Auslandsnachfrage trotz anhaltender Sicherheitshinweise. Reiseveranstalter berichteten gegenüber Seznam Zprávy, dass Firmenkunden ihre Risikopolitik überarbeiten: Einsätze in den VAE müssen nun mit Satellitentelefon-Notfallplänen ausgestattet sein, und Versicherer verlangen „Kriegsrisiko“-Zuschläge von bis zu 40 % auf Gruppenpolicen für Dubai, Doha und Maskat. Die tschechischen Reiseveranstalter Exim Tours und Fischer gaben an, fast alle ihrer 1.000 Pauschaltouristen aus dem Golf evakuiert zu haben, als die Feindseligkeiten ausbrachen; Blue Style erwartet, dass die letzten 11 Kunden am 8. März die VAE verlassen. Arbeitgeber mit Mitarbeitern in der Region sollten sicherstellen, dass Drozd-Registrierungen täglich aktualisiert werden und die Beschäftigten ihre Ansprüche nach EU-Verordnung 261 bei Flugausfällen kennen. Arbeitsrechtsexperten warnen, dass die Weigerung, aus einer Hochrisikozone zu evakuieren, zu Fürsorgepflichtstreitigkeiten führen kann, sofern nicht in den Einsatzanweisungen ausdrücklich festgelegt ist, dass die endgültige Entscheidung beim Sicherheitsbeauftragten des Arbeitgebers liegt.
Quelle: ČTK – České Noviny
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