
Analyse des UNHCR-Wochenberichts vom 10. März 2026 durch Schengen 90’s zeigt, dass seit dem 1. Januar 3.480 Migranten die italienischen Küsten erreicht haben – ein Anstieg von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Günstige Winterwetterbedingungen und Unruhen in der Sahelzone werden als Hauptursachen genannt. Aufnahmezentren in Lampedusa und Sizilien melden Belegungsraten von über 95 Prozent, was Verlegungen nach Kalabrien und Apulien erforderlich macht und dort zu Engpässen im Nahverkehr und bei Hotelkapazitäten führt. Fast ein Drittel der Neuankömmlinge sind unbegleitete Minderjährige, was den Kinderschutz in Italien stark belastet und zu Notausschreibungen für zusätzliche Unterbringungsplätze führt. Das Innenministerium reagierte, indem es Marinepatrouillen von der Routineüberwachung der Winter-Paralympics zurück in die Rettungszonen im zentralen Mittelmeer verlegte – ein Schritt, den NGOs als Risiko für längere Reaktionszeiten sehen. Brüssel bekräftigte sein Umverteilungsversprechen, bisher wurden jedoch erst 832 Plätze von anderen EU-Staaten bestätigt. Für international reisende Mitarbeiter bedeutet der Anstieg strengere Ausweiskontrollen an südlichen Flughäfen und Fährhäfen, während Unternehmen in Sizilien bis Ostern mit Unterkunftsmangel rechnen sollten. Mobilitätsberater empfehlen, Firmenunterkünfte frühzeitig zu buchen und regionale Sicherheitswarnungen im Blick zu behalten.
Quelle: Schengen Travel News
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