
Ab dem 1. April um 00:00 Uhr müssen alle 18.163 roten, grünen und blauen Taxis in Hongkong mindestens zwei digitale Zahlungsmethoden akzeptieren – eine QR-Code-Wallet wie AlipayHK oder WeChat Pay HK sowie eine kontaktlose Option wie Octopus. Fahrer, die sich nicht daran halten, drohen Geldstrafen von bis zu 5.000 HK$ und bis zu sechs Monate Haft, erklärte Louisa Fung, stellvertretende Kommissarin des Verkehrsministeriums, gegenüber RTHK. Mehr als 47.000 Fahrer – nahezu die gesamte lizenzierte Flotte – haben dank einer staatlichen Förderung von 300 Millionen HK$ Dual-System-Terminals installiert. Auf den Heckscheiben der Taxis sind Aufkleber mit den akzeptierten Zahlungsmethoden angebracht; Fahrgäste werden ermutigt, die Optionen vor dem Einsteigen zu überprüfen und Verstöße der Hotline 1823 zu melden. Für Geschäftsreisende entfällt damit die bisherige Notwendigkeit, kleine Hongkong-Dollar-Scheine mitzuführen, und die Abrechnung von Auslagen wird durch elektronische Belege beschleunigt. Die Kartenanbieter Visa und Mastercard betonen, dass grenzüberschreitende Wallets die Fahrpreise automatisch in der Heimatwährung anzeigen, was Wechselkursüberraschungen minimiert. Fahrdienstplattformen wie Uber spielen aufgrund regulatorischer Beschränkungen nur eine geringe Rolle, sodass Taxis oft die einzige Direktverbindung nach Meetings sind, wenn der MTR-Betrieb um 01:00 Uhr endet. Die E-Payment-Pflicht bringt Taxis auf eine Stufe mit Bussen, Fähren und dem Airport Express, wo kontaktlose und QR-Code-Zahlungen seit Anfang 2025 Standard sind. Zudem unterstützt sie Hongkongs umfassendere Smart-Mobility-Strategie, zu der im nächsten Jahr auch RFID-basierte Pilotprojekte zur Straßenpreisgestaltung auf Hongkong Island gehören.
Quelle: RTHK