
Cathay Pacific Airways hat Reisebüros und Firmenkunden darüber informiert, dass sie ab dem 1. April 2026 die Treibstoffzuschläge für Passagiere um 34 Prozent anheben wird. Die Abgabe für Langstreckenflüge steigt von 1.164 HK$ auf 1.560 HK$, während die Zuschläge für Mittelstrecken auf 725 HK$ und für Kurzstrecken auf 389 HK$ klettern. Dies ist die zweite Erhöhung innerhalb von zwei Wochen und erfolgt vor dem Hintergrund, dass der Brent-Ölpreis angesichts des sich ausweitenden Konflikts im Nahen Osten über 110 US-Dollar pro Barrel liegt. Die Hongkonger Fluggesellschaft erklärte in einer Stellungnahme, dass „volatile geopolitische Bedingungen die Kerosinkosten auf Mehrjahreshochs treiben und erheblichen Druck auf die operativen Margen der Airlines ausüben.“ Treibstoff machte 2025 etwa 30 Prozent der Gesamtkosten von Cathay aus; die Airline sichert nur den Rohstoffanteil ab, wodurch sie Preisaufschläge bei Raffinerien und Logistik ausgesetzt ist. Durch die zweiwöchentliche Überprüfung des Zuschlags – zuvor monatlich – will Cathay Preisschwankungen schneller an die Kunden weitergeben und plötzliche, undurchsichtige Tarifsteigerungen vermeiden. Für Mobility-Manager und Einkäufer im Geschäftsreisemanagement bedeutet der deutliche Anstieg eine direkte Belastung der Flugticketbudgets. Bei einem typischen Economy-Rundflug von Hongkong nach London erhöht sich der Zuschlag pro Passagier um rund 792 HK$, was Einsparungen durch Frühbucher- oder Vertragstarife schmälert. Auch Reisende, die Asia Miles Prämien einlösen, müssen den höheren Baranteil zahlen, was die tatsächlichen Kosten der „kostenlosen“ Tickets erhöht. Die Maßnahme dürfte sich auf das gesamte Geschäftsreisemarkt-Ökosystem in Hongkong auswirken. Regionale Konkurrenten wie Singapore Airlines und EVA Air haben ihre Zuschläge bereits angehoben, und die Billigfluggesellschaft HK Express – eine Tochter von Cathay – passt ihre Preise traditionell innerhalb weniger Wochen an die Muttergesellschaft an. Reise-Management-Unternehmen raten ihren Kunden, wichtige Reisen wenn möglich vor dem 31. März zu buchen und die Mobilitätsbudgets für das zweite Quartal neu zu kalkulieren. Über die unmittelbaren Kosten hinaus verdeutlicht die Erhöhung die Fragilität der Hongkonger Konnektivität nach der Pandemie. Obwohl das Passagieraufkommen im Februar auf 78 Prozent des Niveaus von 2019 zurückgekehrt ist, baut Cathay die Kapazitäten noch auf und warnt, dass weitere Kostensteigerungen zu einer Reduzierung der Frequenzen auf unrentablen Strecken führen könnten. Mobility-Planer sollten daher Fahrplanänderungen besonders bei sekundären Verbindungen zum chinesischen Festland und Langstreckenflügen nach Nordamerika genau beobachten, da die Auslastung dort weiterhin schwankt.