
Ab 1. April hat Indien das jahrzehntealte papierbasierte Aussteigeformular abgeschafft und macht die digitale e-Arrival Card für alle ausländischen Staatsangehörigen und Inhaber einer Overseas Citizen of India (OCI)-Karte verpflichtend. Diese Maßnahme betrifft alle ankommenden Passagiere, hat aber besonders praktische Auswirkungen auf chinesische Touristen, Geschäftsreisende und Studierende, die im vergangenen Jahr zusammen fast 380.000 Ankünfte ausmachten. Die Karte – verfügbar über die Website des Bureau of Immigration, das Indian Visa Online-Portal und die Su-Swagatam-App – muss spätestens 72 Stunden vor der Ankunft ausgefüllt werden. Familien mit bis zu fünf Personen können ein gemeinsames Formular einreichen, und Reisende erhalten einen QR-Code, der bei der Einreise vorzuzeigen ist. Behörden berichten, dass die Umstellung die Bearbeitungszeiten bereits in Pilotversuchen um 40 Prozent verkürzt hat. Chinesische Unternehmen, die Mitarbeiter nach Indien entsenden, sollten ihre Checklisten vor der Reise aktualisieren: Obwohl sich an den Visa nichts ändert, kann das Versäumnis, die e-Arrival Card auszufüllen, zu manueller Dateneingabe und langen Warteschlangen bei der Ankunft führen. Mobility-Manager sollten zudem sicherstellen, dass Reisende unterwegs Internetzugang haben, um kurzfristige Aktualisierungen einzureichen. Datenschutzexperten weisen darauf hin, dass Indiens System Passagierdaten bis zu sechs Monate speichert – weniger lang als viele vergleichbare Systeme –, Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter dennoch über den Umgang mit Daten informieren. Vielflieger könnten sich für eine schnelle Integration in Indiens Trusted-Traveller-Programm einsetzen, sobald dieses eingeführt wird. Dieser Schritt ist Teil eines größeren Trends zur digitalen Grenzkontrolle in Asien – ähnlich wie jüngste Änderungen in Singapur und Thailand – und unterstreicht die Bedeutung der Echtzeit-Compliance für chinesische Staatsangehörige, die in mehreren Rechtsgebieten tätig sind.
Quelle: Business Today (India)