
Regionale Behörden auf den Kanarischen Inseln, in Ceuta und Melilla warnen vor Haushaltsengpässen, nachdem Spanien rund 70 % der 560 Millionen Euro, die es von Brüssel für das Migrationsmanagement erhalten hat, nicht verteilt hat. Laut einer am 4. April veröffentlichten Untersuchung, die zuerst von Gaceta.es gemeldet und von News Minimalist hervorgehoben wurde, sind nur 170 Millionen Euro bei den betroffenen Regionen angekommen, während die Zahl der irregulären Migranten seit Januar um 18 % gestiegen ist. Das nicht ausgegebene Geld war für Aufnahmezentren, Rechtsberatung und Integrationsdienste im Rahmen des EU-Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) vorgesehen. Regionale Verantwortliche berichten, dass sie auf Notfallreserven zurückgreifen mussten, um Hotelketten und NGOs zu bezahlen, die nach Seenotrettungen Neuankömmlinge unterbringen. „Wenn die Mittelüberweisungen nicht vor dem Sommeransturm beschleunigt werden, droht uns die Zahlungsunfähigkeit“, sagte eine Quelle aus dem Finanzministerium der Kanarischen Inseln gegenüber lokalen Medien. Die Zentralregierung führt die Verzögerung auf „komplexe Rechenschaftspflichten“ zurück, Kritiker vermuten jedoch politische Streitigkeiten zwischen Ministerien. Für globale Mobilitätsmanager, die Mitarbeiter in Spaniens abgelegene Gebiete entsenden – etwa für Projekte im Bereich erneuerbare Energien auf Gran Canaria – könnte die Finanzierungslücke zu überfüllten Flughäfen, überlasteten Gesundheitseinrichtungen und langsameren Bearbeitungszeiten bei den Ausländerbehörden führen. Unternehmen sollten regionale Bekanntmachungen auf mögliche Dienstleistungsstörungen beobachten und ihre entsandten Mitarbeiter dazu anhalten, NIE-Termine frühzeitig zu vereinbaren. Personalabteilungen sollten zudem private Wohnlösungen einplanen, falls öffentliche Aufnahmeeinrichtungen während der Hochsaison überlastet sind. Auf EU-Ebene erhöht dieser Vorfall den Druck auf Madrid vor der halbjährlichen AMIF-Zwischenbewertung 2026, bei der die Auszahlungsleistung in die künftigen Mittelzuweisungen einfließen wird. Gelingt es nicht, die Blockade zu lösen, könnte Spaniens Förderrahmen gekürzt werden, was sich negativ auf die Unterstützungssysteme für Unternehmensentsandte auswirken würde.
Quelle: Gaceta.es / News Minimalist
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