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Betrüger nutzen Spaniens neues Legalisierungsprogramm aus und verlangen von verzweifelten Migranten Geld für falsche Hilfe

Apr. 5, 2026
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Betrüger nutzen Spaniens neues Legalisierungsprogramm aus und verlangen von verzweifelten Migranten Geld für falsche Hilfe
Nur wenige Stunden nach Inkrafttreten des spanischen Regularisierungsdekrets tauchten in großen Städten Opportunisten auf, die gegen eine Gebühr von bis zu 1.500 € „Garantien“ für die Genehmigung versprechen. Eine am 4. April 2026 von El Español veröffentlichte Recherche deckte Pop-up-Läden und WhatsApp-Gruppen im Stadtteil Las Delicias in Zaragoza auf, die Schnelltermine und gefälschte Padrón-Bescheinigungen (kommunale Meldebescheinigungen) anboten. Eine Gruppe gab vor, Verbindungen zu einer NGO zu haben, um Glaubwürdigkeit zu suggerieren; eine andere warb mit Flyern an Laternenmasten mit der Aufschrift „¿Sin papeles? Entra y pregunta“. Das Innenministerium erinnert daran, dass alle Anträge persönlich oder über einen zugelassenen Anwalt über das offizielle Mercurio-Telematikportal eingereicht werden müssen und keine externen Parteien Genehmigungen „reservieren“ können. Die Cybercrime-Einheiten der Polizei haben bereits sechs Ermittlungen wegen Urkundenfälschung und Betrugs eingeleitet und warnen, dass die Zahlung an Vermittler keinen Schutz vor Ablehnung bietet und strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Für Arbeitgeber und Relocation-Dienstleister ist dies ein Warnsignal. Mitarbeiter, die inoffizielle Vermittler nutzen, riskieren den Missbrauch ihrer Daten oder sogar strafrechtliche Folgen, die ihre zukünftige Mobilität in der EU gefährden könnten. Globale Unternehmen geben daher interne Anweisungen heraus, die Mitarbeiter an geprüfte Einwanderungsberater verweisen, und richten mehrsprachige Hotlines ein. Der Skandal weist zudem auf Kapazitätsengpässe in den Ausländerbehörden hin. Die Nachfrage nach Terminen brachte die zentrale Online-Buchungsplattform innerhalb von zwei Stunden zum Absturz, was echte Antragsteller in informelle Kanäle trieb. Die Regierung kündigt an, zusätzliche Beamte einzusetzen und digitale Anträge gegenüber persönlichen Einreichungen zu priorisieren, um das Drängeln in Warteschlangen zu verhindern. Globale Mobility-Teams sollten betroffene Entsandte davor warnen, Drittanbieter-„Fixer“ zu engagieren, die Kommunikation der Mitarbeiter auf Phishing-Versuche überwachen und sicherstellen, dass alle Dokumente – Stromrechnungen, Empadronamiento, Arbeitsverträge – authentisch und intern geprüft sind, bevor sie hochgeladen werden.
Quelle: El Español

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