
Die Grenzkontrollstellen Hongkongs verzeichneten bis 16:00 Uhr am Sonntag, dem 5. April, dem dritten Tag der kombinierten Oster- und Qingming-Festtage, fast 689.000 Passagierbewegungen, wie Echtzeitdaten des Einwanderungsamts zeigen. Der ausgehende Verkehr machte etwa 425.000 der Gesamtzahl aus, davon waren über 360.000 Abreisen von Hongkonger Einwohnern registriert. Im gleichen Zeitraum wurden rund 260.000 Ankünfte verzeichnet. Der Lo Wu Bahnübergang blieb die verkehrsreichste Landgrenze, gefolgt von der Lok Ma Chau Spur Line und dem Shenzhen Bay Port. Der Flughafen war der bevorzugte Ausgangspunkt für Frühreisende, doch bald übernahmen die Landwege, da Familien in den Norden zu Ahnenverehrung oder Freizeitaktivitäten in Guangdong aufbrachen. Für Mobilitätsmanager bestätigen die Daten einen nachpandemischen Anstieg des grenzüberschreitenden Verkehrs, der die Personaleinsatzpläne an den Kontrollpunkten stark belastet. Die Behörden haben fast alle Schalter vor Covid-Zeiten wieder geöffnet und Urlaubszeiten der Mitarbeiter verschoben, um dem Ansturm gerecht zu werden. Unternehmen, die Mitarbeiter zwischen Hongkong und Festlandfabriken pendeln lassen, wird geraten, die Zeitfenster von Vormittag bis Spätnachmittag zu meiden, da hier die längsten Warteschlangen entstehen. Reiseverwaltungsfirmen berichten, dass Kurier- und Techniker-Einsätze am selben Tag nun mindestens eine zusätzliche Stunde Pufferzeit pro Strecke benötigen. Daher setzen Unternehmen vermehrt auf Videokonferenzen oder planen Vor-Ort-Besuche außerhalb der Feiertagszeiten, um Überstundenkosten zu reduzieren. Unterdessen teilte der Bahnbetreiber MTR mit, dass er im fünf-Tage-Zeitraum 14 zusätzliche Intercity-Direktzüge eingesetzt hat, um die Kapazität zu erhöhen.
Quelle: RTHK