
In einer am 6. April veröffentlichten Vergleichsstudie stellte Travel And Tour World fest, dass Hongkong sich Ländern wie Kanada, Australien und dem Vereinigten Königreich anschließt, indem es die Weigerung, Passwörter für elektronische Geräte bei Grenz- oder Sicherheitskontrollen herauszugeben, unter Strafe stellt. Das neue Gesetz, das ab dem 26. März 2026 in Kraft tritt, sieht Geldstrafen von bis zu 500.000 HK$ sowie mögliche Freiheitsstrafen vor. Der Bericht ordnet die Strafen in Hongkong im internationalen Vergleich am oberen Ende ein. So liegt die Höchststrafe in Australien bei 7.650 A$ (etwa 38.000 HK$), während das britische Regulation of Investigatory Powers Act bis zu zwei Jahre Haft vorsieht, jedoch geringere Geldbußen. Die Regelung in Hongkong erstreckt sich zudem auf Personen, die „vermutlich“ ein Passwort kennen, was den Anwendungsbereich deutlich erweitert. Für multinationale Unternehmen werfen die erweiterten Durchsuchungsbefugnisse Fragen zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen und grenzüberschreitenden Datenübertragungen auf. Einige Technologieunternehmen erwägen, den Versand von Prototypenhardware an Hongkong zu umgehen, um Inspektionsrisiken zu vermeiden, während Rechtsabteilungen diskutieren, ob Mitarbeiter das Berufsgeheimnis geltend machen können. Reise-Risikoberater empfehlen, Checklisten zur Gerätebereinigung zu erstellen und Mitarbeitern Leih-Smartphones zur Verfügung zu stellen, die aus der Ferne gelöscht werden können. Unternehmen sollten zudem reisende Führungskräfte über ihr Recht auf rechtlichen Beistand informieren und Verfahren zur Dokumentation von Inspektionsvorfällen für eine spätere Überprüfung einführen.
Quelle: Travel And Tour World