
Der Einwanderungsdienst (Immigration Service Delivery, ISD) des Justizministeriums hat die für den 14. und 15. April im INEC-Zentrum in Killarney, County Kerry, geplanten Einbürgerungszeremonien abgesagt. Als Begründung werden „anhaltende Engpässe bei Kraftstoff, Reise- und Transportdiensten im ganzen Land“ genannt. Die Eingeladenen wurden am 13. April per E-Mail informiert und eine bevorzugte Neuplanung zugesichert. Von der Absage sind rund 3.000 Antragsteller betroffen, von denen viele bereits Unterkünfte gebucht und Urlaub genommen haben. Das ISD räumte die Unannehmlichkeiten ein, erklärte jedoch, dass unzuverlässige Straßenverbindungen, eingeschränkte Kapazitäten im öffentlichen Nahverkehr und mögliche Kraftstoffengpässe eine sichere Anreise verhindern könnten. Die Zeremonien sind ein symbolischer Meilenstein für Einwanderer, die Wohnsitz- und Charakterprüfungen abgeschlossen und die Zertifizierungsgebühr von 950 € bezahlt haben. Einwanderungsanwälte warnen, dass Verschiebungen Folgewirkungen haben können: Erfolgreiche Kandidaten können erst nach dem Treueeid einen irischen Pass beantragen, was Geschäftsreisen, Familienzusammenführungen und Freizügigkeitsrechte in der EU verzögern könnte. Arbeitgeber mit Mitarbeitern, die auf die Staatsbürgerschaft warten, sollten die Verzögerung bei der Einsatzplanung berücksichtigen, insbesondere wenn zeitkritische Reisen zu Kunden in Europa oder Großbritannien anstehen. Betroffene werden geraten, Nachweise über nicht erstattungsfähige Reisekosten aufzubewahren; das Ministerium hat in der Vergangenheit angemessene Ausgaben erstattet, wenn Zeremonien aus Gründen abgesagt wurden, die außerhalb der Kontrolle der Antragsteller lagen. Neue Termine für die Zeremonien sollen „so bald wie möglich nach Stabilisierung der Verkehrslage“ bekannt gegeben werden.
Quelle: Immigration Service Delivery