
Der Internationale Schutzunterbringungsdienst (IPAS) des Justizministeriums veröffentlichte am 10. April seinen neuesten Wochenbericht, der Ankünfte bis zum 5. April 2026 abdeckt. Die Zahlen verdeutlichen den anhaltenden Druck auf Irlands Aufnahmesystem: Aktuell leben 33.110 Menschen in 305 Zentren landesweit, darunter fast 9.900 Kinder – eine Belegungsrate, die fünfmal so hoch ist wie 2021. In der Berichtsperiode nahmen 177 neue Antragsteller die Unterbringung durch IPAS in Anspruch, durchschnittlich 25 pro Tag. Die größten Nationalitätsgruppen sind Nigerianer (52 %), Somalier (10 %) und Pakistaner (13 %), was den allgemeinen Trends im Gemeinsamen Europäischen Asylsystem entspricht. Die Behörden in Dublin sind am stärksten belastet und beherbergen über 3.400 Personen, gefolgt vom Landkreis South Dublin mit 4.313, wenn auch Notunterkünfte in Hotels mitgerechnet werden. Die IPAS-Daten zeigen, dass die Belegung nahe an der praktischen Kapazitätsgrenze liegt; mehrere Landkreise überschreiten inzwischen 1.000 Bewohner. Die mittelfristige Strategie der Regierung, 5.000 Menschen in die Gemeinschaft zu integrieren und 1.500 Rückführungen zu beschleunigen, steht vor logistischen Herausforderungen, da Unterkunftsverträge vor der Sommersaison auslaufen. Für multinationale Arbeitgeber sind diese Zahlen relevant, da der irische Arbeitsmarkt zunehmend auf Schutzsuchende zurückgreift, sobald diese nach sechs Monaten im Verfahren eine Arbeitserlaubnis erhalten. Personalabteilungen, die groß angelegte Umzüge planen, sollten mit lokalen Wohnraummangel rechnen und gegebenenfalls längere temporäre Unterbringungskosten einplanen oder regionale Bürostandorte außerhalb der am stärksten belasteten Landkreise in Betracht ziehen.
Quelle: Department of Justice (Ireland)
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