
Nach einer außerordentlichen Kabinettssitzung am späten Sonntagabend hat die irische Regierung ein Hilfspaket in Höhe von 505 Millionen Euro vorgestellt, um den fast eine Woche andauernden Protest gegen die hohen Kraftstoffpreise zu beenden, der die Verkehrswege lahmgelegt hat. Die Maßnahmen – finanziert aus dem Haushaltsüberschuss – umfassen eine Senkung der Verbrauchssteuer auf Benzin und Diesel um 10 Cent, die Aussetzung der nächsten Erhöhung der CO2-Steuer sowie direkte Zuschüsse für Spediteure, Busunternehmen, Landwirte und die Fischerei. Zudem wurde eine vorübergehende Ausnahmeregelung von den EU-Fahrzeiten erlassen, damit Tankwagenfahrer ihre Schichten verlängern können, um leere Tankstellen schneller wieder zu beliefern. Die Nationale Notfall-Koordinierungsgruppe wird die Verkehrsströme täglich überwachen und empfiehlt, an Kontrollpunkten medizinische, Rettungs- und Versorgungsfahrzeuge zu priorisieren. Für multinationale Arbeitgeber bedeutet dies vor allem eine mögliche Stabilisierung der Pendelzeiten und der innerstaatlichen Frachtpläne in den kommenden Tagen. Ein führender Organisator der Proteste bezeichnete das Paket jedoch als „beleidigend“ und warnte, dass die Konvois wieder starten könnten, falls die Einzelhandelspreise nicht unter 1,90 Euro pro Liter fallen. Mobilitätsmanager sollten das Entlastungspaket daher als Deeskalationsmaßnahme und nicht als endgültige Lösung betrachten. Unternehmen mit Umzugsprogrammen wird empfohlen, ihre Entsandten über mögliche Schwankungen der Kraftstoffkosten zu informieren und den neuen Diesel-Benchmark in die Kilometerpauschalen einzubeziehen. Personalabteilungen sollten zudem ihre Spesenrichtlinien überprüfen, um sicherzustellen, dass Notfallzuschläge für Kraftstoff bei Haushaltsumzügen schnell erstattet werden können.