
Das saudische Ministerium für Hajj und Umrah hat eine detaillierte Rundverfügung herausgegeben, die die Planung für indische Pilger in der Saison 2026 grundlegend verändert. Erstens wurde die Gültigkeitsdauer des Einreisevisums für die einmalige Umrah von drei Monaten auf nur noch einen Monat verkürzt. Zudem gibt es eine strikte Frist: Alle Umrah-Pilger müssen Mekka bis zum 18. April 2026 verlassen, danach ist das Heiligtum ausschließlich für den Hajj reserviert. Indische Reisende, die während der Hajj-Zeit mit einem Umrah- oder regulären Touristenvisum bleiben, riskieren Bußgelder von bis zu 10.000 SAR, Abschiebung und mehrjährige Einreiseverbote. Zweitens dürfen indische Pilger keine spontanen Reisen mehr buchen. Alle Unterkünfte und Landtransporte müssen vor der Visumsbeantragung über die staatlich genehmigte Nusuk-App reserviert werden. Fluggesellschaften erinnern Passagiere bereits daran, dass ohne passende Nusuk-Referenz am Abflugort in Indien das Boarding verweigert wird. Drittens bleibt die Hajj-Quote für Indien 2026 unverändert bei 175.025 Plätzen. Erstmals wird jedoch ein 20-tägiges „Kurz-Hajj“-Paket für Berufstätige mit einer Unterquote von 10.000 Plätzen eingeführt, die per Lotterie vergeben werden. Schließlich sind zwei verpflichtende Impfungen – orale Polio (sechs Wochen vor Abreise) und Meningitis – nun ausdrücklich Voraussetzung für das Boarding bei Charter- und Linienflügen von Saudia, Air India und IndiGo. Fehlende Impfnachweise werden von den Airlines genauso behandelt wie fehlende Visa. Indische Reiseveranstalter sollten umgehend ihre Gruppenbuchungen prüfen, sicherstellen, dass alle Passagiere das richtige Visum besitzen, und die Kosten für Nusuk-gebundene Hotels in die Spesenabrechnung aufnehmen. Das verkürzte Umrah-Einreisefenster bedeutet zudem, dass Unternehmen Incentive-Reisen eher im März als im April planen sollten.
Quelle: Goodreturns