
Reisende erlebten am 21. April Chaos, als starke Winde in Sydney und dichter Nebel in Auckland dazu führten, dass mehr als 300 Flüge im trans-Tasman-Netzwerk verspätet oder gestrichen wurden. Daten des Luftfahrt-Trackers OAG zeigen, dass Sydney für ein Drittel der Verspätungen verantwortlich war, mit Auswirkungen auf Melbourne, Brisbane, Wellington und Christchurch. Qantas, Jetstar, Virgin Australia und Air New Zealand gaben alle Reisehinweise heraus und boten gebührenfreie Umbuchungen oder Gutscheine an. Geschäftsreisende auf dem Weg nach Canberra zu Parlamentsanhörungen berichteten von Verzögerungen von bis zu vier Stunden, während Exporteure über verpasste Frachtverbindungen nach Singapur und Los Angeles klagten. Die Fluggesellschaften kämpfen zudem mit reduzierten Winterflugplänen und angespannten Crew-Ressourcen, eine Folge der Überflüge im Nahen Osten im letzten Monat, die Langstreckenrotationen verlängerten. Bei schlechtem Wetter gibt es kaum Spielraum im System, um Verzögerungen aufzufangen, weshalb Branchenverbände erneut einen einheitlichen Notfallplan für den Luftverkehr zwischen Australien und Neuseeland fordern. Für Mobilitätsmanager lautet die klare Empfehlung: Pufferzeiten in die Reisepläne einbauen, besonders bei Reisen mit mehreren Etappen, und Mitarbeiter daran erinnern, Echtzeit-Apps zu nutzen statt sich auf statische PDF-Reisepläne zu verlassen. Reiseversicherer melden einen Anstieg bei Schadensmeldungen wegen verpasster Anschlussflüge, warnen jedoch, dass „Wetter“ in der Regel ausgeschlossen ist, sofern keine umfassende Versicherung abgeschlossen wurde. Meteorologen sagen eine Besserung der Bedingungen bis Mittwochabend voraus, doch die Airlines warnen, dass sich Rückstaus bis ins Wochenende ziehen können, während Flugzeuge und Crews neu verteilt werden.
Quelle: Rus Tourism News