
Das australische Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Forstwirtschaft (DAFF) hat ein Diskussionspapier veröffentlicht, das neue Gebühren für Biosicherheit und Kostenrückerstattung bei importierten Lebensmitteln für 2026-27 vorstellt. Der am 14. April an die Branche versandte Vorschlag sieht vor, die meisten bestehenden Gebühren zu indexieren, ab dem 1. Juli 2026 neue Diagnostikgebühren für internationale Schiffe einzuführen und ab dem 1. November 2026 die Tarife für Frachtprüfungen grundlegend zu überarbeiten. Importeuren von Pflanzenprodukten drohen die stärksten Erhöhungen, wobei die Quarantäne-Diagnostikgebühren für lebende Pflanzen um bis zu 35 Prozent steigen. Das DAFF begründet die Erhöhungen mit der Notwendigkeit, Überwachungs- und Laboraufwertungen zu finanzieren, nachdem ein Bericht des australischen National Audit Office aus dem Jahr 2025 eine Finanzierungslücke von 110 Millionen AUD bei der Kostenrückerstattung festgestellt hatte. Zudem bestätigt die Mitteilung, dass Moringa oleifera – oft als „Superfood“ vermarktet – nach Ablehnung des Antrags auf Zulassung als neuartiges Lebensmittel durch Food Standards Australia New Zealand nun als nicht zulässig für den Import als Lebensmittel oder Zutat eingestuft ist. Sendungen mit Moringa, die dem Import-Lebensmittel-Inspektionsprogramm unterliegen, werden künftig auf Kosten des Importeurs entweder zurückexportiert oder vernichtet. Für globale Mobilitätsprogramme, die persönliche Gegenstände transportieren, könnten die höheren Gebühren zu gestiegenen Inspektionskosten bei Haushaltswarenlieferungen führen, die Pflanzenprodukte oder Kräuterergänzungen enthalten. Spediteure, die Firmenumzüge betreuen, sollten Angebote, die über den 1. Juli 2026 hinaus gültig sind, überprüfen und mögliche Zuschläge einkalkulieren. Das DAFF nimmt bis zum 5. Mai Rückmeldungen zum Gebührenplan entgegen. Teams für Mobilität und Handels-Compliance mit umfangreichen Importprogrammen – etwa für Tierfutterproben, Laborreagenzien oder Duty-Free-Produkte – sollten eine Stellungnahme einreichen, um sicherzustellen, dass die endgültigen Gebühren realistische Abfertigungszeiten widerspiegeln.
Quelle: Freight & Trade Alliance