
Die tschechische Regierung hat still und leise die umfassendste Überarbeitung des Reisepass- und Personalausweisgesetzes seit über einem Jahrzehnt auf den Weg gebracht. Die am 21. April 2026 verabschiedete Novelle soll Bürger und langfristige Einwohner von der doppelten biometrischen Erfassung befreien und es tschechischen Botschaften erstmals ermöglichen, vollwertige Reisepässe und Personalausweise auszustellen. Nach dem bisherigen Verfahren müssen Personen, die sowohl einen neuen Reisepass als auch einen aktualisierten Personalausweis benötigen, zweimal ein Rathaus aufsuchen und dabei jeweils Fingerabdrücke und Gesichtsbilder erfassen lassen – ein erheblicher Aufwand, besonders für global mobile Fachkräfte, die nur kurzzeitig in die Tschechische Republik zurückkehren. Ab dem 1. Januar 2027 genügt eine einmalige biometrische Erfassung für beide Dokumente.
Der wohl größte praktische Vorteil für die internationale Arbeitswelt ist die Ausweitung der konsularischen Befugnisse. Über 600.000 Tschechen leben im Ausland, und jährlich wechseln Tausende von Expatriates ihre Auslandseinsätze. Sobald Botschaften und Konsulate Reisepässe und Ausweise direkt ausstellen können, müssen Pendler mit Schengen-Arbeitseinsätzen nicht mehr nach Prag zurückfliegen oder auf vorläufige Reisedokumente angewiesen sein. Für Mobility-Manager in Unternehmen bedeutet das weniger Ausfallzeiten bei Auslandseinsätzen und geringere Reisekosten.
Die Gesetzesänderung führt zudem Hausbesuche für Antragsteller ein, die hospitalisiert, immobil oder in Seniorenheimen leben. Ein mobiles Erfassungsset – basierend auf der bereits von der tschechischen Polizei an entlegenen Grenzübergängen genutzten Technik – ermöglicht es Beamten, Fingerabdrücke vor Ort aufzunehmen und die fertigen Dokumente auf demselben Weg zuzustellen.
Schließlich bringt das Gesetz das tschechische System in Einklang mit dem neuen digitalen Ein- und Ausreisesystem (EES) der EU, indem es die vorübergehende Sperrung oder Reaktivierung eines Reisepasses bei Ausstellung eines EU-Haftbefehls erlaubt. Diese Verschärfung der Sicherheit in Kombination mit der Umstellung auf eine einmalige biometrische Erfassung positioniert die Tschechische Republik als Vorreiter bei Europas Weg zu vollständig digitalen Reisedokumenten.
Der wohl größte praktische Vorteil für die internationale Arbeitswelt ist die Ausweitung der konsularischen Befugnisse. Über 600.000 Tschechen leben im Ausland, und jährlich wechseln Tausende von Expatriates ihre Auslandseinsätze. Sobald Botschaften und Konsulate Reisepässe und Ausweise direkt ausstellen können, müssen Pendler mit Schengen-Arbeitseinsätzen nicht mehr nach Prag zurückfliegen oder auf vorläufige Reisedokumente angewiesen sein. Für Mobility-Manager in Unternehmen bedeutet das weniger Ausfallzeiten bei Auslandseinsätzen und geringere Reisekosten.
Die Gesetzesänderung führt zudem Hausbesuche für Antragsteller ein, die hospitalisiert, immobil oder in Seniorenheimen leben. Ein mobiles Erfassungsset – basierend auf der bereits von der tschechischen Polizei an entlegenen Grenzübergängen genutzten Technik – ermöglicht es Beamten, Fingerabdrücke vor Ort aufzunehmen und die fertigen Dokumente auf demselben Weg zuzustellen.
Schließlich bringt das Gesetz das tschechische System in Einklang mit dem neuen digitalen Ein- und Ausreisesystem (EES) der EU, indem es die vorübergehende Sperrung oder Reaktivierung eines Reisepasses bei Ausstellung eines EU-Haftbefehls erlaubt. Diese Verschärfung der Sicherheit in Kombination mit der Umstellung auf eine einmalige biometrische Erfassung positioniert die Tschechische Republik als Vorreiter bei Europas Weg zu vollständig digitalen Reisedokumenten.
Quelle: Dostupný advokát