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Die USA behalten Visabeschränkungen für brasilianische Amtsträger bei, doch Padilha betont: Die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen bleibt unberührt

Apr. 23, 2026
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Die USA behalten Visabeschränkungen für brasilianische Amtsträger bei, doch Padilha betont: Die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen bleibt unberührt
Der diplomatische Konflikt, der Washington seit dem vergangenen Jahr dazu veranlasst hat, Visa für Dutzende brasilianischer Amtsträger zu widerrufen oder zu erschweren, ist noch lange nicht beigelegt. Am Mittwoch, den 22. April, erklärte Gesundheitsminister Alexandre Padilha gegenüber CNN Brasil, dass trotz der Stornierung seines eigenen Visums und der seiner Familie die Partnerschaften mit US-amerikanischen Unternehmen im Gesundheitssektor weiterbestehen – und sich sogar intensiviert haben. Laut Padilha investieren Labore und Gerätehersteller weiterhin in Joint Ventures und Technologietransferabkommen in Brasilien, da sie den heimischen Markt mit 210 Millionen Verbrauchern als strategisch wichtig ansehen. Der Minister nannte das Impfprogramm in Schulen und die lokale Produktion von Impfstoffen als Beispiele für Projekte, die auf US-amerikanische Zulieferungen oder Know-how angewiesen sind. Praktisch bedeutet das, dass Führungskräfte dieser Unternehmen weiterhin regelmäßig nach Brasilien reisen, während brasilianische Regierungsvertreter auf dem umgekehrten Weg auf Hindernisse stoßen. Die restriktive Politik wurde 2025 von der Trump-Regierung verschärft, die Arbeitsrechtsverletzungen in Programmen wie „Mais Médicos“ anführt und Operationen der Bundespolizei auf US-amerikanischem Boden infrage stellt. Seitdem wurden mindestens 70 brasilianische Diplomaten- oder Dienstpässe in ihrer Gültigkeit eingeschränkt oder annulliert. Quellen im Itamaraty berichten von Verzögerungen von bis zu 90 Tagen bei der Ausstellung von A-1-Visa (für Amtsträger) und B-1/B-2-Visa (für Geschäfts- und Tourismuszwecke) für Bundesbedienstete. Für multinationale Unternehmen führt die Pattsituation zu logistischen Unsicherheiten: F&E-Teams und Top-Manager müssen den Visastatus vor Einladungen an brasilianische Regulierungsbehörden zu FDA-Audits oder Finanzierungsrunden in New York besonders sorgfältig prüfen. Büros für Unternehmensmobilität empfehlen, Visa mindestens sechs Monate im Voraus zu beantragen und zusätzliche Kosten für eine mögliche Neuausstellung einzuplanen. Auch die Nachfrage nach Visa aus Drittstaaten (Chile, Kolumbien) als Plan B für persönliche Treffen ist gestiegen. Sollte die Einschränkung anhalten, sehen Experten das Risiko indirekter Vergeltungsmaßnahmen: Brasilien könnte die Wiedereinführung der Besuchervisa für US-Bürger, die seit dem 10. April gilt, verschärfen, indem der Prozess verlängert oder zusätzliche persönliche Interviews verlangt werden. Bislang setzt Brasília jedoch auf technischen Dialog, um eine Eskalation zu vermeiden, die Studenten, Investoren und den bilateralen Tourismus beeinträchtigen würde.
Quelle: CNN Brasil

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