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Brasilien halbiert ab 1. Juni 2026 die Passgebühren bei Botschaften und Konsulaten

Mai 5, 2026
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Brasilien halbiert ab 1. Juni 2026 die Passgebühren bei Botschaften und Konsulaten
Brasilianische Staatsbürger, die im Ausland leben und arbeiten, werden bald deutlich weniger für die Aktualisierung ihrer Reisedokumente zahlen. In einer am Montagabend (4. Mai) veröffentlichten Pressemitteilung bestätigte das Außenministerium (Itamaraty), dass die Verordnung 664/2026 die Konsulargebühren-Tabelle überarbeitet und die Kosten für die Ausstellung oder Erneuerung eines brasilianischen Reisepasses an Botschaften und Konsulaten ab dem 1. Juni 2026 um „bis zu 50 %“ senkt. Ein Standardreisepass, der derzeit im Ausland ausgestellt wird, kostet heute umgerechnet zwischen 550 und 600 R$ – mehr als das Doppelte des Preises innerhalb Brasiliens.

Diese Maßnahme kommt rund fünf Millionen im Ausland lebenden Brasilianern zugute, darunter viele binationalen Familien, die mehrere Pässe gleichzeitig erneuern müssen. Laut Itamaraty wurde die Gebührensenkung durch jahrelange Investitionen in digitale Plattformen wie e-Consular und das Integrierte Konsularsystem möglich, die Betriebskosten senkten und die Bearbeitungszeiten verkürzten. Antragsteller müssen weiterhin das Online-Formular ausfüllen, einen biometrischen Termin vereinbaren und die erforderlichen zivilrechtlichen Dokumente vorlegen, doch die beim Bezahlvorgang angezeigte Gebühr spiegelt die neue, niedrigere Tarifstruktur wider.

Brasilien halbiert ab 1. Juni 2026 die Passgebühren bei Botschaften und Konsulaten


Experten für berufliche Mobilität betonen, dass die Senkung zum richtigen Zeitpunkt kommt: 2025 erhielten rekordverdächtige 110.000 Brasilianer Aufenthaltsgenehmigungen in Portugal, den USA und Japan, was die Nachfrage nach konsularischen Dienstleistungen stark ansteigen ließ. Niedrigere Gebühren entlasten beruflich im Ausland tätige Brasilianer finanziell, die vor internationalen Einsätzen Pässe für sich und ihre Angehörigen erneuern müssen.

Die Entscheidung steht im Gegensatz zu einem separaten Vorschlag im Justizministerium, die Gebühr für im Inland ausgestellte Reisepässe durch die Bundespolizei von 257,25 R$ auf etwa 430 R$ anzuheben. Sollte beides umgesetzt werden, entsteht ein Paradoxon: Ein Brasilianer könnte in New York oder Lissabon weniger für einen Reisepass zahlen als in São Paulo. Analysten erwarten daher Druck auf die Regierung, die inländische Gebühr aus Gründen der Gerechtigkeit und Wettbewerbsfähigkeit stabil zu halten.

Konsulate an stark nachgefragten Standorten – Miami, London, Tokio und Lissabon – raten Antragstellern, Termine rechtzeitig vor dem 1. Juni zu buchen, da die Slots für Anfang Juni bereits knapp werden. Das offizielle Itamaraty-Portal listet die Öffnungszeiten der einzelnen Vertretungen, die erforderlichen Dokumente sowie die neue Gebührenübersicht in brasilianischen Reais und der jeweiligen Landeswährung auf.
Quelle: Metrópoles

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