
Die Europäische Kommission hat für das neue Ein- und Ausreisesystem (EES) einen Notfall-„Flex-Modus“ aktiviert, der es den Schengen-Grenzbeamten erlaubt, die Erfassung von Fingerabdrücken und Gesichtsbildern zu überspringen, wenn die Passagierwarteschlangen bestimmte Schwellenwerte überschreiten. Die Entscheidung, die am 4. Mai in Brüssel getroffen und am 5. Mai veröffentlicht wurde, wird bereits am Flughafen Brüssel angewendet. Im Rahmen dieser Maßnahme können die Beamten wieder manuell Reisepässe abstempeln, während die EES-Datenbank die Grenzübertritte stillschweigend über vorausgefüllte Passagierdaten erfasst. Die belgische Bundespolizei erklärt, dass dieser Workaround während der morgendlichen und abendlichen Langstreckenflüge zum Einsatz kommt, wenn die erstmalige biometrische Erfassung die Bearbeitungszeiten auf über 45 Minuten verlängert hat. Für Geschäftsreisende ist die Pause willkommen: Verpasste Anschlussflüge hatten die Sorgfaltspflicht-Vorfälle erhöht, mehrere multinationale Unternehmen berichteten von Übernachtungen aufgrund von Abflugverzögerungen in die USA und den Nahen Osten. Reiseverantwortliche sollten ihre Mitarbeiter dennoch anweisen, frühzeitig anzureisen, da die biometrische Erfassung außerhalb der Stoßzeiten weiterhin Standard ist und Stichprobenkontrollen fortgesetzt werden. Die Kommission wird den Flex-Modus wöchentlich überprüfen, und Beamte deuteten an, dass die vollständige biometrische Erfassung wieder aufgenommen werden könnte, sobald Software-Updates implementiert sind. Langfristig sollten sich Reisende auf die Einführung von ETIAS Ende 2026 vorbereiten, das eine Vorab-Reisegenehmigung für visumfreie Besucher nach Belgien einführen wird.
Quelle: iVisa News
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