
Die Europäische Kommission hat am späten 4. Mai eine Notfallentscheidung getroffen, die allen Schengen-Staaten, darunter auch Belgien, erlaubt, die verpflichtende Erfassung von Fingerabdrücken und Gesichtsscans im neuen Ein- und Ausreisesystem (EES) vorübergehend auszusetzen, wenn die Warteschlangen unüberschaubar werden. Seit dem Start des EES am 10. April berichten Nicht-EU-Reisende am Flughafen Brüssel und am Eurostar-Terminal Brüssel-Midi von Wartezeiten von bis zu einer Stunde, was Anschlussverbindungen und Geschäftspläne gefährdet.
Dank der neuen Flexibilität kann die belgische Grenzpolizei vorübergehend wieder auf das herkömmliche Abstempeln von Pässen zurückgreifen, während die Reisedaten weiterhin im Hintergrundsystem erfasst werden. Diese Maßnahme ist streng zeitlich begrenzt: Die örtlichen Einsatzleiter müssen jede Aussetzung dokumentieren und die vollständige biometrische Erfassung wieder aufnehmen, sobald die Warteschlangen unter vordefinierte Grenzwerte fallen. Irland und Zypern, die nicht zum Schengen-Raum gehören, sind von der Regelung nicht betroffen.
Vertreter der Geschäftsreisewirtschaft begrüßten die Entscheidung. Airlines for Europe (A4E) erklärte, dass die temporären Aussetzungen die Fälle von verweigertem Boarding verringern sollten, während die Belgische Reiseorganisation Unternehmen riet, bis zur Klärung der Auswirkungen mindestens 30 Minuten mehr für Anschlusszeiten einzuplanen.
Gleichzeitig warnten Einwanderungsanwälte, dass manuelle Stempel die Berechnung der 90/180-Tage-Schengen-Aufenthaltsregel für Vielflieger erschweren könnten, und erinnerten Arbeitgeber daran, die Aufenthaltsdauer im Land genau zu dokumentieren.
Langfristig bestätigte die Kommission, dass die Arbeiten an einer vollständig digitalen EU-Visaplattform sowie der Einführung von ETIAS im Oktober 2026 beschleunigt werden. Belgische IT-Dienstleister, die an den Projekten beteiligt sind, berichteten der Brussels Times, dass die Erfahrungen aus der EES-Einführung – insbesondere im Bereich der Personalplanung an Flughäfen – direkt in die nächsten Phasen einfließen werden.
Für globale Mobilitätsteams ergeben sich daraus zwei zentrale Empfehlungen: Zum einen sollten in den kommenden Monaten bei der Planung von Reisen für Nicht-EU-Entsandte zusätzliche Transitzeiten eingeplant werden, zum anderen müssen interne Compliance-Tools aktualisiert werden, um manuelle Passstempel zu erfassen und mit den elektronischen Reisedaten abzugleichen.
Dank der neuen Flexibilität kann die belgische Grenzpolizei vorübergehend wieder auf das herkömmliche Abstempeln von Pässen zurückgreifen, während die Reisedaten weiterhin im Hintergrundsystem erfasst werden. Diese Maßnahme ist streng zeitlich begrenzt: Die örtlichen Einsatzleiter müssen jede Aussetzung dokumentieren und die vollständige biometrische Erfassung wieder aufnehmen, sobald die Warteschlangen unter vordefinierte Grenzwerte fallen. Irland und Zypern, die nicht zum Schengen-Raum gehören, sind von der Regelung nicht betroffen.
Vertreter der Geschäftsreisewirtschaft begrüßten die Entscheidung. Airlines for Europe (A4E) erklärte, dass die temporären Aussetzungen die Fälle von verweigertem Boarding verringern sollten, während die Belgische Reiseorganisation Unternehmen riet, bis zur Klärung der Auswirkungen mindestens 30 Minuten mehr für Anschlusszeiten einzuplanen.
Gleichzeitig warnten Einwanderungsanwälte, dass manuelle Stempel die Berechnung der 90/180-Tage-Schengen-Aufenthaltsregel für Vielflieger erschweren könnten, und erinnerten Arbeitgeber daran, die Aufenthaltsdauer im Land genau zu dokumentieren.
Langfristig bestätigte die Kommission, dass die Arbeiten an einer vollständig digitalen EU-Visaplattform sowie der Einführung von ETIAS im Oktober 2026 beschleunigt werden. Belgische IT-Dienstleister, die an den Projekten beteiligt sind, berichteten der Brussels Times, dass die Erfahrungen aus der EES-Einführung – insbesondere im Bereich der Personalplanung an Flughäfen – direkt in die nächsten Phasen einfließen werden.
Für globale Mobilitätsteams ergeben sich daraus zwei zentrale Empfehlungen: Zum einen sollten in den kommenden Monaten bei der Planung von Reisen für Nicht-EU-Entsandte zusätzliche Transitzeiten eingeplant werden, zum anderen müssen interne Compliance-Tools aktualisiert werden, um manuelle Passstempel zu erfassen und mit den elektronischen Reisedaten abzugleichen.
Quelle: Sada Elbalad