
Das belgische Außenministerium hat still und leise „My Address in Belgium“ (MAB) eingeführt, ein webbasiertes Formular, das es allen Personen, die sich bis zu 90 Tage in Belgien aufhalten, ermöglicht, ihrer gesetzlichen Meldepflicht nachzukommen – ganz ohne den Gang zum Rathaus. Die Informationsseite für Reisende aus Indien wurde am 7. Mai 2026 aktualisiert, doch das Angebot gilt weltweit. Nach belgischem Recht müssen Nichtansässige ihre Adresse innerhalb von drei Arbeitstagen nach Ankunft melden. Bisher bedeutete das oft einen mühsamen Weg zum örtlichen Rathaus, wo die englischsprachigen Servicezeiten begrenzt sind. Mit MAB geben Reisende einfach ihre Passdaten, eine E-Mail-Adresse und die vorübergehende Unterkunft ein; eine Bestätigungs-PDF wird sofort generiert und wird von Polizei und Hotelkontrolleuren anerkannt. Das System ist mit dem neuen EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) verknüpft, das am 10. April 2026 gestartet ist, sodass die Daten direkt in die Schengen-Datenbanken eingespeist werden. Geschäftsreisende profitieren sofort: Keine verlorene Zeit mehr in Warteschlangen bei Stadtämtern und weniger Bußgelder für verspätete Meldungen (bis zu 200 € pro Reisendem). Für Projekteinsätze können Unternehmen bereits bei Flugbestätigung Sammelanmeldungen vornehmen, was den administrativen Aufwand am ersten Tag deutlich reduziert. Reisende sollten beachten, dass die MAB-Bestätigung von der lokalen Polizeimeldung für Aufenthalte über 90 Tage getrennt ist. Das Außenministerium kündigt eine mehrsprachige Smartphone-Version für später in diesem Jahr an, und Rückmeldungen von Erstnutzern werden über die Social-Media-Kanäle des Einwanderungsamts gesammelt. Experten empfehlen, die PDF auszudrucken oder offline zu speichern, da Polizeikontrollen Screenshots ohne QR-Code nicht immer akzeptieren.