
Die drei größten Gewerkschaftsbünde Belgiens haben für Dienstag, den 12. Mai 2026, zu einem 24-stündigen Generalstreik aufgerufen, um gegen Rentenreformen und die steigenden Lebenshaltungskosten zu protestieren. Der Streik wird den öffentlichen Nahverkehr, die Müllabfuhr und die meisten öffentlichen Dienstleistungen lahmlegen. Der Flughafen Charleroi hat bereits seine vollständige Schließung angekündigt, während der Flughafen Brüssel vor erheblichen Störungen bei der Sicherheitskontrolle und dem Bodenpersonal warnt. Der Bahnoperator SNCB rechnet mit einem stark eingeschränkten Fahrplan, und die Buslinien von De Lijn und TEC werden nur im Notbetrieb fahren. Die Frachtterminals der Häfen Antwerpen und Zeebrügge bereiten sich auf Verzögerungen vor, da Hafenarbeiter sich dem Ausstand anschließen. Für Mobilitätsmanager ist der Zeitpunkt ungünstig: Der Streik fällt nur zwei Tage vor dem langen Himmelfahrtswochenende, einer Hauptreisezeit für entsandte Mitarbeiter. Viele Unternehmen aktivieren bereits Notfallpläne – sie leiten Flüge über Amsterdam oder Paris um, verlegen Meetings ins Internet und empfehlen ihren Mitarbeitern, von zu Hause aus zu arbeiten. Reise-Risikoberater raten ankommenden Mitarbeitern, die am 11. Mai landen, Hotelzimmer in Flughafennähe zu buchen, falls die Weiterreise mit der Bahn ausfällt. Die Gewerkschaften schließen eine Verlängerung des Streiks nicht aus, falls die Regierung am 13. Mai den Rentenentwurf unverändert vorlegt. Der Arbeitgeberverband VBO-FEB fordert beide Seiten zu Verhandlungen auf und warnt, dass ein längerer Ausstand täglich bis zu 150 Millionen Euro an Produktivitätsverlusten verursachen könnte. Internationale Unternehmen sollten die Umbuchungsrichtlinien der Fluggesellschaften im Auge behalten: Einige Airlines erlauben kostenlose Terminänderungen für Reisen zwischen dem 11. und 13. Mai.
Quelle: Harian Basis