
Das Sicherheitsbüro bestätigte am 6. Mai, dass alle erforderlichen Nebengesetze zur weiteren Öffnung des Grenzschutzgebiets (Frontier Closed Area, FCA) am 8. Mai im Amtsblatt veröffentlicht werden. Dies markiert einen weiteren Meilenstein beim schrittweisen Abbau der einst stark eingeschränkten nördlichen Pufferzone Hongkongs. Die Änderungsverordnung hebt einen Teil von Mai Po aus dem FCA heraus, sodass Vogelbeobachter und Öko-Tourengruppen künftig nur noch eine Genehmigung des Landwirtschafts-, Fischerei- und Naturschutzamts (AFCD) benötigen – statt wie bisher zusätzlich eine polizeiliche Erlaubnis –, um die weltberühmten Feuchtgebiete zu betreten. Eine separate Mitteilung erlaubt dauerhaft den öffentlichen Kleinbuslinien, die Lin Ma Hang-Straße ohne Genehmigung für das geschlossene Gebiet zu nutzen. Damit wird eine im vergangenen Jahr eingeführte Pilotregelung formalisiert, die den Zugang zum neuen Robin’s Nest Country Park erleichtert. Mit Inkrafttreten der Änderungen am 24. Juli bleiben nur noch die Grenzpatrouillenstraßen und die Grenzübergangsanlagen für die Öffentlichkeit gesperrt. Für Mobilitätsmanager bringt die Liberalisierung zwei Vorteile: Erstens müssen Geschäftsreisende, die Fabrikbesichtigungen in Shenzhen mit Wochenend-Ökotouren kombinieren, weniger bürokratischen Aufwand betreiben und können die AFCD-Genehmigung online innerhalb von drei Arbeitstagen erhalten. Zweitens profitieren Mitarbeiter, die im Northern Metropolis wohnen, von verbesserten Zubringerbussen, die die Pendelzeit sowohl zur Lok Ma Chau Spur Line-Station als auch zum zukünftigen Huanggang-Bahnknoten verkürzen. Arbeitgeber sollten ihre Reise-Risikoanalysen aktualisieren: Obwohl die polizeilichen Genehmigungen entfallen, bleibt Mai Po ein geschütztes Gebiet mit strengen Besucherquoten, und Verstöße gegen die Verordnung zum Schutz wildlebender Tiere werden mit hohen Geldstrafen geahndet. Personalabteilungen, die Gruppenausflüge organisieren, sollten Plätze frühzeitig reservieren und die Teilnehmer über Bio-Sicherheitsregeln informieren, etwa das Desinfizieren von Schuhwerk, um die Ausbreitung der Vogelgrippe zu verhindern.
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