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Ehemaliger Hongkonger Polizist und britischer Grenzbeamter wegen „Schattenpolizei“ gegen Dissidenten verurteilt

Mai 8, 2026
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Ehemaliger Hongkonger Polizist und britischer Grenzbeamter wegen „Schattenpolizei“ gegen Dissidenten verurteilt
Eine Londoner Jury verurteilte am 7. Mai Peter Wai, einen Beamten der britischen Grenzschutzbehörde, und Bill Yuen, einen ehemaligen Polizisten aus Hongkong, wegen Unterstützung des chinesischen Ministeriums für Staatssicherheit bei der Überwachung pro-demokratischer Aktivisten aus Hongkong in Großbritannien. Die Staatsanwaltschaft bezeichnete die Aktivitäten der beiden – Überwachung, Belästigung und Datensammlung über im Exil lebende Aktivisten – als einen beispiellosen Fall „transnationaler Repression“ unter Beteiligung eines amtierenden Grenzbeamten. Laut Beweisen, die am Central Criminal Court vorgelegt wurden, nutzte Wai seinen privilegierten Zugang zu Passagierbewegungsdaten am Flughafen Heathrow, um die Reisepläne der Aktivisten zu überwachen, während Yuen sich als „Community-Liaison“-Freiwilliger ausgab, um die Zielpersonen zu Konferenzen und Fundraising-Veranstaltungen zu verfolgen. Beide Männer besitzen die doppelte britisch-chinesische Staatsbürgerschaft und drohen nun Haftstrafen von bis zu 14 Jahren nach dem National Security Act. Für globale Mobilitätsteams in Unternehmen ist das Urteil ein Weckruf. Multinationale Unternehmen, die Hongkonger Staatsangehörige im Ausland beschäftigen – insbesondere solche mit politischem Engagement – sollten ihre Sicherheitsprotokolle für Reisen durch britische Grenzstellen dringend überprüfen. Compliance-Abteilungen müssen möglicherweise den Umgang mit Grenzbeamten auditieren, die Datenerfassung zu Reiseplänen minimieren und reisende Mitarbeiter darin schulen, wie sie bei verdächtigen Befragungen die Einschaltung eines Duty Managers anfordern können. Der Fall wirft auch Fragen zur Reputation der britischen Grenzschutzbehörde auf, die eine interne Überprüfung der Mitarbeiterüberprüfung angekündigt hat. Reise-Risikoberater rechnen kurzfristig mit verschärften Zugangsregelungen zu gesicherten Bereichen und verstärkter Kontrolle von Inhabern chinesischer und Hongkonger Pässe, die in sensiblen Flughafenfunktionen arbeiten. Arbeitgeber sollten mit möglichen Verzögerungen bei der Ausstellung neuer Zutrittsausweise rechnen und zusätzliche Vorlaufzeiten in Einsatzpläne einplanen.
Quelle: Associated Press

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