
Die Guangdong-Macao In-Depth Cooperation Zone machte am 7. Mai einen entscheidenden Schritt in Richtung papierloser Grenzabfertigung, als die Behörden an allen gemeinsamen Fahrzeugspuren im Hengqin-Port das auf Gesichtserkennung basierende „Smart Immigration Clearance“-System aktivierten. Das gemeinsam von der Polizei Macaos, den Grenzbeamten Zhuhai und dem Wirtschaftsbüro Hengqin entwickelte System ermöglicht es vorregistrierten Fahrern und Passagieren, sowohl die Formalitäten für das chinesische Festland als auch für Macao mit nur einem biometrischen Scan zu erledigen – ein physischer Reiseausweis ist nicht mehr nötig. Hengqin dient als wichtiger Hintereingang für Hongkonger, die nach West-Guangdong reisen, sowie für Geschäftsreisende, die zwischen den Sonderverwaltungsregionen pendeln. Behörden gaben bekannt, dass während einer sechsmonatigen Pilotphase bereits über 280.000 Nutzer – viele davon Hongkonger mit Mehrfacheinreisegenehmigungen für das Festland – registriert wurden. Mit der vollständigen Abdeckung aller Spuren wird erwartet, dass die tägliche Fahrzeugdurchsatzrate in Spitzenzeiten um bis zu 65 Prozent steigt und die durchschnittliche Abfertigungszeit von sieben auf unter drei Minuten sinkt. Die Einführung fällt mit Chinas Entscheidung zusammen, Hengqin und die Hongkong-Zhuhai-Macao-Brücke (HZMB) als Einreisepunkte für die 240-Stunden-visafreie Transitregelung des Festlands aufzulisten. Experten im Einwanderungsrecht betonen, dass multinationale Unternehmen nun Kurzzeit-Projektteams über Hongkong oder Macao schicken können, die dann über die HZMB fahren und bis zu zehn Tage in Hengqin oder Zhuhai ohne Konsulatsvisum arbeiten dürfen – ein attraktives Angebot für regionale Hauptsitze, die kurzfristige Kundenbesuche organisieren. Reiseverantwortliche sollten jedoch die Berechtigung der Mitarbeiter prüfen und sicherstellen, dass Fahrer die einmalige biometrische Registrierung vor der Abreise abschließen. Für Mobilitätsfachleute ist die technologische Vorlage die eigentliche Sensation: Peking treibt das Konzept der „intelligenten Grenze“ in der Greater Bay Area voran, und Hongkonger Behörden studieren stillschweigend die Datenfreigabeprotokolle von Hengqin, um die Einwanderungshallen an der HZMB und in Shekou aufzurüsten. Unternehmen, die auf häufige grenzüberschreitende Shuttle-Verkehre angewiesen sind – insbesondere aus den Bereichen Banking, Gaming und Hightech-Fertigung – sollten sich auf einen schnellen Wandel von der Dokumentenprüfung hin zu Identitätsmanagement und Compliance einstellen. Die Pflege genauer digitaler Profile für entsandte Mitarbeiter und die Sicherstellung der Datenschutzkonformität über verschiedene Rechtsräume hinweg werden bald zu zentralen HR-Aufgaben.
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