
Indiens Handelssekretär Rajesh Agarwal beendete am 7. Mai einen zweitägigen offiziellen Besuch in der Schweiz, der darauf abzielte, die Umsetzung des Handels- und Wirtschaftspartnerschaftsabkommens (TEPA) zwischen Indien und der EFTA zu beschleunigen. Während die öffentliche Diskussion vor allem auf Zöllen und Marktzugang lag, konzentrierten sich die Gespräche hinter verschlossenen Türen auf die gegenseitige Anerkennung beruflicher Qualifikationen und eine reibungslosere kurzfristige Mobilität von Dienstleistern – Bereiche, die für Manager globaler Mobilität entscheidend sind. Das seit Ende 2025 in Kraft befindliche TEPA ist Indiens erstes Handelsabkommen mit der vierköpfigen Europäischen Freihandelsassoziation. Es enthält ein eigenes Mobilitätskapitel, das Schweizer, norwegischen, isländischen und liechtensteinischen Unternehmen klarere Wege eröffnet, Spezialisten nach Indien zu entsenden und umgekehrt. Führungskräfte aus den Bereichen Pharma, Präzisionsmaschinenbau und Fintech erklärten gegenüber India Shipping News, dass sie sich auf ein vereinfachtes Geschäftsvisumverfahren und längere Aufenthaltszeiten für innerbetriebliche Versetzungen freuen. Bei Treffen in Bern und St. Gallen überprüften Sekretär Agarwal und die Schweizer Staatssekretärin Helene Budliger Artieda den Fortschritt bei der Einrichtung von „Kontaktstellen“ in beiden Hauptstädten, die Visa-Verzögerungen beheben sollen. Das indische Handelsministerium koordiniert zudem mit den Innen- und Außenministerien, um das Fast Track Immigration Trusted Traveller Programme mit den TEPA-Verpflichtungen abzustimmen – was vorab geprüften Schweizer Fachkräften den Zugang zu E-Gates an 13 indischen Flughäfen ermöglichen könnte. Für indische Unternehmen könnten die Mobilitätsregelungen des TEPA Chancen in wertvollen Schweizer Branchen eröffnen, doch Personalverantwortliche warnen, dass Mitarbeiter weiterhin kantonale Arbeitsbewilligungsquoten beachten müssen. Die Confederation of Indian Industry (CII) erstellt ein Handbuch, das Unternehmen durch den Prozess führt und kulturelle Integrationsfallen aufzeigt. Analysten sehen den Besuch in Bern als Zeichen für Neu-Delhis Entschlossenheit, vielbeachtete Handelsabkommen in greifbare Vorteile für Unternehmen und ihre mobile Belegschaft umzusetzen. Unternehmen, die frühzeitig aktiv werden – indem sie Projektpipelines und erwartete Talentströme analysieren – können sich Wettbewerbsvorteile sichern, sobald die Visa-Erleichterungsstellen in Betrieb gehen.
Quelle: India Shipping News
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