
Die leitende Gesundheitsbeamtin von Westaustralien, Dr. Clare Huppatz, betont, dass von den zurückkehrenden Passagieren der Hondius „kein messbares Risiko für die Gemeinschaft“ ausgehe – allerdings nur dank der strengen Quarantänemaßnahmen. Im Rahmen einer über Nacht finalisierten Vereinbarung zwischen Bund und Land wurde das Bullbrook Defence Training Centre wieder in ein Notfall-Quarantänezentrum umgewandelt, das bis zu 200 Personen in drucknegativen, mobilen Kabinen aufnehmen kann. Die australische Regierung übernimmt die Kosten für Transport, Unterkunft, Verpflegung und tägliche PCR-Tests, während WA Health die medizinische Überwachung sicherstellt. Den Rückkehrern sind keine Besucher erlaubt, und sie müssen am 21. Tag einen Abschlusstest absolvieren, bevor sie wieder in die Gemeinschaft entlassen werden. Huppatz unterstrich, dass in Australien bislang kein lokal erworbener Fall von humanem Hantavirus registriert wurde und dies auch so bleiben soll. Die lange Inkubationszeit des Virus – bis zu 24 Tage – veranlasste die Behörden, die Mindestquarantänezeit der Weltgesundheitsorganisation von 17 Tagen zu überschreiten. Reiseversicherer haben ihre Hinweise bereits aktualisiert: Policen, die nach dem 11. Mai ausgestellt wurden, schließen voraussichtlich keine freiwilligen Kreuzfahrten in Regionen mit Gesundheitswarnungen ab. Arbeitgeber, die Mitarbeiter ins Ausland schicken, werden dringend gebeten, die Höhere-Gewalt-Klauseln in Mobilitätsverträgen zu überprüfen, da Quarantäneanordnungen der Regierung nach australischem Arbeitsrecht nicht anfechtbar sind.
Quelle: ABC News
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