
Spät am 16. Mai gab Außenminister Wang Yi eine ausführliche Pressekonferenz, in der er die Ergebnisse des Staatsbesuchs von Präsident Donald Trump vom 13. bis 15. Mai in China zusammenfasste. Abseits geopolitischer Schlagworte hob der Minister konkrete Mobilitätsmaßnahmen hervor: Peking wird in den nächsten fünf Jahren 50.000 junge Amerikaner einladen, in China zu studieren oder Praktika zu absolvieren, und will die Gespräche über gegenseitige Visa-Verlängerungen sowie beschleunigte Flughafenabfertigung für häufig reisende Geschäftsreisende vorantreiben. Das Austauschversprechen erinnert an die Initiative „100.000 Strong“, die nach Obamas Besuch 2011 gestartet wurde, und signalisiert Chinas Absicht, den Bildungsfluss nach der Pandemie wiederzubeleben. Ministeriumsvertreter präzisierten später, dass Teilnehmer von vereinfachten X-Klassen-Visa (Studentenvisa) profitieren und, sofern berechtigt, eine 240-stündige visafreie Transitmöglichkeit an 60 chinesischen Häfen erhalten. Die US-Verhandler versprachen ihrerseits, die Wartezeiten für chinesische F- und J-Klassen-Visa zu verkürzen, indem Konsularbeamte nach Peking, Shanghai und Guangzhou verlegt werden. Branchenverbände begrüßten diese Maßnahmen. Die Amerikanische Handelskammer in China betonte, dass multinationale Unternehmen weiterhin Unsicherheiten bei der Visaabwicklung als Hindernis für den Personalaustausch in China sehen. Ein gegenseitiges Programm zur Erleichterung von Geschäftsreisenden – angelehnt an Chinas APEC Business Travel Card – könnte die Mobilisierungszeiten für Projekte um Tage verkürzen. Wang unterstrich zudem die Vereinbarung der Präsidenten, die Frequenzen für Direktflüge zu erhöhen, und wies die Luftfahrtbehörden an, Slot-Zulassungen dort zu beschleunigen, wo die Sicherheitsbedingungen dies erlauben. Fluggesellschaften auf beiden Seiten werden voraussichtlich bereits im nächsten Monat zusätzliche Frequenzen für den Sommer 2027 beantragen – ein Gewinn für die Kapazitätsplanung. Für Manager der Unternehmensmobilität deuten die Ergebnisse des Gipfels auf ein leicht verbessertes Umfeld hin: kürzere Visa-Wartezeiten, mehr Plätze auf transpazifischen Strecken und, wenn die Verhandlungen planmäßig verlaufen, die erste neue bilaterale Trusted-Traveller-Lane seit 2018. Unternehmen sollten Pilotankündigungen aufmerksam verfolgen und bereit sein, Vielreisende zu nominieren, sobald die Anmeldeportale geöffnet werden.
Quelle: Xinhua News Agency
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