
Der Aufschwung im irischen Tourismus und Reiseverkehr setzte sich im April 2026 fort, wie das Central Statistics Office (CSO) berichtet. Der aktuelle Monatsbericht zeigt, dass im April 564.600 nicht-ansässige Besucher Irland verließen – 7 % mehr als im April 2025 und 3 % über dem Niveau vor der Pandemie im Jahr 2024. Die Ausgaben der Besucher stiegen sogar noch stärker und legten im Jahresvergleich um 15 % auf 431 Millionen Euro zu. Großbritannien blieb mit 39 % der Ankünfte der wichtigste Herkunftsmarkt, gefolgt von Kontinentaleuropa (36 %) und Nordamerika (21 %). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer stieg leicht auf 6,9 Nächte. Bemerkenswert ist, dass der Anteil der Geschäftsreisen auf 15 % kletterte, was auf eine stetige Erholung der Firmenmobilität neben der Freizeitnachfrage hinweist. Für Unternehmen, die Reisekosten verwalten, sind diese Zahlen von Bedeutung: Höhere Ausgaben und längere Aufenthalte bedeuten größere Kosten für Unterkunft und Tagespauschalen, zumal die Hotelpreise in Dublin weiterhin hoch sind. Reiseverantwortliche sollten daher in Erwägung ziehen, Firmenraten vor der Konferenzsaison im Herbst zu sichern. Aus politischer Sicht untermauern die Daten die Argumente der Regierung für weitere Investitionen in Grenzkontrolltechnologien – wie die letzte Woche am Flughafen Dublin vorgestellten verbesserten e-Gates – und unterstützen die Entscheidung von Transport for Ireland, am Juni-Feiertagswochenende zusätzliche Intercity-Züge einzusetzen. Analysten weisen zudem darauf hin, dass ein anhaltender Anstieg des nordamerikanischen Verkehrs zusätzlichen Druck auf die US-Vorabfertigungsstellen in Dublin und Shannon ausüben wird, Bereiche, für die bereits Personalaufstockungen geplant sind.