
Irische Behörden führten am 24. Mai 2026 ihre bislang größte Durchsetzungsaktion des Jahres durch und deportierten 34 polnische und litauische Staatsangehörige mit Vorstrafen in einem einzigen Charterflug, der in Warschau und Vilnius landete. Die Details der Operation wurden am 26. Mai 2026 veröffentlicht und vom Limericker Abgeordneten und Junior-Justizminister Niall Collins begrüßt. Alle Abgeschobenen hatten Haftstrafen in irischen Gefängnissen verbüßt und wurden vom Justizminister als „ernste Bedrohung für die öffentliche Ordnung oder Sicherheit“ gemäß der Freizügigkeitsrichtlinie (Richtlinie 2004/38/EG) eingestuft. Das Garda National Immigration Bureau (GNIB) koordinierte die Logistik, setzte Garda-Begleiter, medizinisches Personal, Dolmetscher sowie einen unabhängigen Menschenrechtsbeobachter ein, um die Einhaltung der EU-Standards bei Abschiebungen sicherzustellen. Es wurden strenge Wiedereinreiseverbote von bis zu zehn Jahren verhängt. Der Charterflug kostete den Staat 184.465 € (ohne MwSt.) im Rahmen eines bestehenden Rahmenvertrags mit Air Partner Ltd. Beamte weisen darauf hin, dass die Zahl der zwangsweisen Abschiebungen von EU-Bürgern steigt: Bereits 88 Personen wurden 2026 ausgewiesen, im Vergleich zu 56 im gesamten Jahr 2025. Das Ministerium führt dies auf eine engere Datenweitergabe mit den Justizvollzugsanstalten und schnellere Nachprüfungen nach der Haftentlassung zurück. Für globale Mobilitätsteams ist die Botschaft klar: Die Freizügigkeitsrechte in der EU sind nicht uneingeschränkt. Mitarbeiter mit EU-Pässen, die schwere Straftaten begehen, riskieren Abschiebung und langfristigen Ausschluss, was Projekteinsätze und Fürsorgepflichten erheblich beeinträchtigen kann. Unternehmen sollten ihre Compliance-Schulungen überprüfen und ihre Mitarbeiter daran erinnern, dass strafbares Verhalten – auch außerhalb des Arbeitsplatzes – die Aufenthaltsrechte gefährden kann. Das GNIB wird voraussichtlich weiterhin Charterflüge für Gruppenabschiebungen nutzen, da diese die Kosten pro Passagier minimieren und Störungen an kommerziellen Flughäfen reduzieren. Multinationale Unternehmen mit interner Migrationsbetreuung sollten die Offenlegung von Vorstrafen bei Kunden oder Auftragnehmern genau beobachten, um frühzeitig eingreifen zu können, bevor Abschiebebescheide ergehen.
Quelle: Live 95 News (Limerick)
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