
Austrian Airlines (AUA) hat am 11. Juni spät bekannt gegeben, dass die Aussetzung des Flugverkehrs zwischen Wien und Tel Aviv bis Montag, den 15. Juni 2026, verlängert wird. Grund dafür ist die sich verschlechternde Sicherheitslage in Israel. Die Entscheidung wurde in Abstimmung mit der Sicherheitsabteilung der Muttergesellschaft Lufthansa getroffen und betrifft die zweimal täglich stattfindenden OS 857/858-Flüge, die besonders bei Geschäftsreisenden und Diplomaten beliebt sind. Passagieren werden Umsteigeoptionen über Zürich, München oder Istanbul angeboten, wobei die Kapazitäten knapp sind, da auch mehrere Golf-Airlines ihre Frequenzen reduziert haben. AUA verzichtet auf Umbuchungsgebühren und bietet vollständige Rückerstattungen an, doch Reisebüros berichten von Schwierigkeiten, gleichwertige Anschlussverbindungen nach Ostafrika und Indien zu sichern. Die Fluggesellschaft kündigt an, die Lage täglich neu zu bewerten und strebt eine eingeschränkte Wiederaufnahme des Flugbetriebs ab dem 16. Juni an, vorbehaltlich der Risikobewertungen. Versicherungsmakler weisen darauf hin, dass einige Firmenreisepolicen Kriegsrisikozonen ausschließen; Mobilitätsmanager sollten die Deckung für Mitarbeiter, die auf alternative Routen ausweichen müssen, überprüfen. Israel ist Österreichs viertgrößter Nicht-EU-Exportmarkt im Nahen Osten, und die Verbindung Wien–Tel Aviv ist entscheidend für Technologie- und Life-Sciences-Handelsmissionen. Eine längere Aussetzung könnte Reisende auf parallele Verbindungen ab Bratislava oder Budapest ausweichen lassen, was zusätzliche Fahrzeiten und Grenzkontrollen in der Slowakei oder Ungarn bedeutet.
Quelle: ORF Wien
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