
Das Innenministerium hat bestätigt, dass Österreich seine stationären Grenzkontrollen zu Ungarn, Slowenien, Tschechien und der Slowakei zum 15. Juni 2026 um 24:00 Uhr aufheben wird. Die seit der Flüchtlingskrise 2015 nahezu durchgehend bestehenden Kontrollen werden durch risikobasierte Streifen und mobile Kennzeichenscans ersetzt. Die ÖVP Oberösterreich begrüßte die Entscheidung, warnte jedoch davor, dass illegale Grenzübertritte und Menschenschmuggel „täglich Realität bleiben“. Parteisekretär Florian Hiegelsberger forderte ein dichtes Netz an „Grenzraumkontrollen“ mit mobilen Streifen bis zu 20 Kilometer von der Grenze entfernt und betonte, dass GEAS nur erfolgreich sein kann, wenn die innere Sicherheit gewährleistet bleibt. Für Pendler und Logistikunternehmen verspricht die Änderung kürzere Wartezeiten an Brennpunkten wie dem Grenzübergang Nickelsdorf an der A4. Verkehrsverbände weisen jedoch darauf hin, dass die deutschen Kontrollen auf österreichischer Seite (Walserberg und Kufstein) mindestens bis Mitte Juni bestehen bleiben, was in die entgegengesetzte Richtung zu Engpässen führen könnte. Rechtsexperten erinnern Arbeitgeber daran, dass die Schengen-Aussetzungsklauseln Wien erlauben, bei einer Verschlechterung der Sicherheitslage die festen Kontrollen wieder einzuführen; Mobilitätsprogramme sollten daher Notfallpläne für Fahrerrouten und Einsatzbeginn bereithalten.
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