
Austrian Airlines (AUA) verschiebt die Wiederaufnahme der Strecke Wien–Tel Aviv mindestens bis zum 15. Juni 2026 aufgrund der unsicheren Sicherheitslage in Israel. Die Fluggesellschaft, Teil der Lufthansa Group, hatte ursprünglich Flüge nur bis zum 12. Juni gestrichen, kündigte am Freitag jedoch eine weitere Verlängerung an. Passagiere mit Buchungen an den betroffenen Terminen werden auf alternative Verbindungen über Istanbul, Athen oder Zürich umgebucht oder erhalten eine Rückerstattung. Geschäftsreisende mit Mobilitätsrotationen nach Israel sollten Code-Share-Segmente genau prüfen, da auch von Lufthansa oder Swiss vermarktete, aber von AUA durchgeführte Flüge storniert sind. Die anhaltende Aussetzung erschwert den Einsatz technischer Mitarbeiter bei Bau- und Energieprojekten in Israel. Einige Unternehmen chartern inzwischen kleine Gruppen über Zypern und nutzen dann Fährflüge, was die Reisezeit um bis zu vier Stunden verlängert. Versicherungsmakler weisen darauf hin, dass die meisten Duty-of-Care-Policen eine dokumentierte Bedrohungsbewertung vor Entsendung in Risikogebiete verlangen. AUA koordiniert sich täglich mit der Lufthansa Group Security und den israelischen Behörden. Eine Entscheidung über Flüge ab dem 16. Juni hängt von einer aktualisierten Einschätzung der Raketenangriffsgefahr rund um den Flughafen Ben Gurion ab. Sollte die Flugpause bis Ende Juni andauern, könnten der Sommertourismus und die Frachtraumkapazitäten für Pharmazeutika beeinträchtigt werden. Reisende, die dennoch nach Israel müssen, werden gebeten, die in ihren Umbuchungs-E-Mails angegebene Hotline zu nutzen, da die GDS-Warteschlangen überlastet sind. Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiter zudem daran erinnern, dass die Einreisebestimmungen für Israel, einschließlich biometrischer Pässe und möglicher Befragungen bei Ankunft, trotz der Flugunterbrechungen unverändert bleiben.
Quelle: BTU Business Travel Unlimited