
Österreich verlängert erweiterte „Grenzraumkontrollen“ um weitere drei Monate, gab Innenminister Gerhard Karner am 13. Juni in Wien bekannt. Die neue Verordnung, die ab Montag in Kraft tritt, setzt mobile Polizeikontrollen in einem 15-Kilometer-Streifen entlang der Grenzen zu Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Slowenien mindestens bis Mitte September fort. Karner betonte, dass trotz Inkrafttretens des EU-Pakts zu Migration und Asyl am 12. Juni nationale Maßnahmen weiterhin notwendig seien, um Menschenschmuggel und Sekundärbewegungen einzudämmen.
Der Minister erklärte, Österreich habe sein Konzept „neu gestaltet“: Statt fester Kontrollpunkte setzen die Beamten nun auf flexible Streifen, unterstützt von Drohnen, Kennzeichenerkennung und Wärmebildkameras. Laut Innenministerium führte dieser Ansatz seit Januar zu 15 % weniger irregulären Einreisen und 120 Festnahmen wegen Schmuggels. Geschäftsreisende mit Mietwagen an den betroffenen Grenzübergängen berichten von minimalen Verzögerungen, während Logistikunternehmen beklagen, dass Stichprobenkontrollen Lieferungen just-in-time um bis zu 45 Minuten verzögern können.
Wiens Entscheidung widerspricht einer Empfehlung der Europäischen Kommission vom 6. Juni, die neun Schengen-Staaten aufforderte, systematische Binnengrenzkontrollen schrittweise abzubauen und stattdessen auf risikobasierte Polizeizusammenarbeit zu setzen. EU-Migrationskommissar Magnus Brunner – selbst Österreicher – bekräftigte am Freitag, dass die mit dem neuen Pakt eingeführten „modernsten Grenzmanagementsysteme der Welt“ eine schrittweise Normalisierung innerhalb des Schengen-Raums ermöglichen sollten.
Für Unternehmen, die Personal zwischen österreichischen Werken und Produktionsstandorten in Nachbarländern rotieren, bedeutet die Verlängerung weiterhin die Pflicht, Reisepässe oder Personalausweise im Fahrzeug mitzuführen sowie gegebenenfalls Entsendebescheinigungen vorzulegen. Personalabteilungen wird empfohlen, kleine Zeitpuffer in Reisepläne einzubauen und Drittstaatsangehörige darauf hinzuweisen, dass Kurzaufenthalts-Schengen-Visa sie nicht von stichprobenartigen Identitätskontrollen befreien.
Sollten die Kontrollen über September hinaus bestehen bleiben, warnen Transportunternehmen vor möglichen Auswirkungen auf die Sommersaison im Tourismus. Hoteliers in der Region Neusiedler See haben die Regierung bereits gebeten, wöchentliche Statistiken zu veröffentlichen, damit die Branche beurteilen kann, ob der Nutzen die anhaltenden Reibungen im grenzüberschreitenden Freizeitverkehr rechtfertigt.
Der Minister erklärte, Österreich habe sein Konzept „neu gestaltet“: Statt fester Kontrollpunkte setzen die Beamten nun auf flexible Streifen, unterstützt von Drohnen, Kennzeichenerkennung und Wärmebildkameras. Laut Innenministerium führte dieser Ansatz seit Januar zu 15 % weniger irregulären Einreisen und 120 Festnahmen wegen Schmuggels. Geschäftsreisende mit Mietwagen an den betroffenen Grenzübergängen berichten von minimalen Verzögerungen, während Logistikunternehmen beklagen, dass Stichprobenkontrollen Lieferungen just-in-time um bis zu 45 Minuten verzögern können.
Wiens Entscheidung widerspricht einer Empfehlung der Europäischen Kommission vom 6. Juni, die neun Schengen-Staaten aufforderte, systematische Binnengrenzkontrollen schrittweise abzubauen und stattdessen auf risikobasierte Polizeizusammenarbeit zu setzen. EU-Migrationskommissar Magnus Brunner – selbst Österreicher – bekräftigte am Freitag, dass die mit dem neuen Pakt eingeführten „modernsten Grenzmanagementsysteme der Welt“ eine schrittweise Normalisierung innerhalb des Schengen-Raums ermöglichen sollten.
Für Unternehmen, die Personal zwischen österreichischen Werken und Produktionsstandorten in Nachbarländern rotieren, bedeutet die Verlängerung weiterhin die Pflicht, Reisepässe oder Personalausweise im Fahrzeug mitzuführen sowie gegebenenfalls Entsendebescheinigungen vorzulegen. Personalabteilungen wird empfohlen, kleine Zeitpuffer in Reisepläne einzubauen und Drittstaatsangehörige darauf hinzuweisen, dass Kurzaufenthalts-Schengen-Visa sie nicht von stichprobenartigen Identitätskontrollen befreien.
Sollten die Kontrollen über September hinaus bestehen bleiben, warnen Transportunternehmen vor möglichen Auswirkungen auf die Sommersaison im Tourismus. Hoteliers in der Region Neusiedler See haben die Regierung bereits gebeten, wöchentliche Statistiken zu veröffentlichen, damit die Branche beurteilen kann, ob der Nutzen die anhaltenden Reibungen im grenzüberschreitenden Freizeitverkehr rechtfertigt.
Quelle: ORF.at