
Angesichts zunehmenden gerichtlichen Drucks gab die Trump-Administration am 13. Juni bekannt, dass sie die landesweite Bearbeitung von Asylanträgen und anderen Einwanderungsleistungen, die seit Januar ausgesetzt waren, wieder aufnimmt. In einer Eingabe beim Bundesgericht in Rhode Island erklärten hochrangige Beamte, dass USCIS-Mitarbeiter angewiesen wurden, die reguläre Bearbeitung wieder aufzunehmen und die vier durch einstweilige Verfügungen blockierten Richtlinienmemos, die die Fälle eingefroren hatten, zu ignorieren. Diese Kehrtwende beendet eine einwöchige Auseinandersetzung mit dem US-Bezirksrichter John J. McConnell Jr., der die Regierung für ihr Zögern nach seinem Urteil vom 5. Juni scharf kritisierte. McConnell erließ am 12. Juni eine deutlich formulierte Nachfolgeanordnung – „Diesmal gibt es keine Entschuldigung“ – und forderte einen Statusbericht noch am selben Tag. Stunden später teilte USCIS-Stellvertreterin Angelica Alfonso-Royals dem Gericht mit, dass die Behörde „vorbehaltlich möglicher weiterer gerichtlicher Überprüfungen“ kooperiere. Die strittigen Richtlinien umfassten eine generelle Aussetzung von positiven Asylanträgen bei der USCIS, die Anforderung, bereits genehmigte Fälle neu zu prüfen, sowie ein Einfrieren von Anträgen von Staatsangehörigen aus Ländern mit Einreiseverbot. Einwanderungsanwälte berichten, dass mehr als eine Million Antragsteller dadurch arbeits-, reisefähigkeits- und grünkartenrechtlich blockiert wurden. Fachleute für Unternehmensmigration begrüßen die Wiederaufnahme, warnen jedoch vor einem enormen Rückstau bei der USCIS. Sie raten Arbeitgebern, die gerichtliche Anordnung in den Personalakten zu dokumentieren, während der Pause zurückgewiesene Anträge wegen technischer Fehler erneut einzureichen und mögliche Überstundenkosten einzuplanen, da ausländische Arbeitnehmer auf die Ausstellung ihrer Arbeitserlaubniskarten warten. Das Justizministerium hat bereits Berufung eingelegt, was bei einer Aussetzung durch ein höheres Gericht erneute Unsicherheiten bedeuten könnte. Für den Moment können Asylsuchende und beschäftigungsbasierte Antragsteller jedoch damit rechnen, dass in den kommenden Wochen wieder Entscheidungen getroffen werden – eine entscheidende Entwicklung für Mobilitätsprogramme, die auf rechtzeitige Verlängerungen der Arbeitserlaubnis angewiesen sind.
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Vereinigte Staaten (USA).Mehr von Vereinigte Staaten (USA)
Alle anzeigen
Das US-Außenministerium startet weltweite Aktion gegen Visabetrug im Zusammenhang mit „Geburtstourismus“
Chaos bei American Airlines durch Sturmausfälle am DCA: Fokus auf rein digitales Kundenservice-Modell