
Das US-Außenministerium hat bestätigt, dass ab dem 1. Juli 2026 bestimmte US-Botschaften und Konsulate eine optionale „Premium“-Gebühr von 750 US-Dollar anbieten werden, die Bewerbern einen garantierten Termin für ein B-1/B-2 (Geschäfts-/Touristen-) Visum innerhalb von 10 Werktagen nach Zahlung ermöglicht. Der sechsmonatige Pilotversuch läuft bis zum 31. Dezember 2026 und ist auf eine begrenzte Anzahl von Standorten beschränkt, die noch nicht öffentlich bekanntgegeben wurden. Die vorläufige Regelung des Außenministeriums beschreibt diesen Service als eine Möglichkeit, „dringenden Reisenden einen verlässlichen Zugang zu Terminen zu bieten und gleichzeitig den Botschaften zu helfen, die Nachfrage zu bewältigen, die weiterhin weit über dem Niveau vor der Pandemie liegt.“ Die durchschnittliche weltweite Wartezeit für einen Besuchervisum-Termin beträgt etwa 30 Tage, an vielen stark frequentierten Standorten – darunter Mumbai, Manila und Mexiko-Stadt – können die Wartezeiten jedoch über ein Jahr betragen. Die Premium-Gebühr kommt zusätzlich zur regulären MRV-Gebühr von 185 US-Dollar hinzu und deckt ausschließlich die Terminvereinbarung ab, nicht die Visumsentscheidung. Die Zahlung der Gebühr beeinflusst das Ergebnis der Prüfung nicht, und alle Sicherheits- sowie Eignungsüberprüfungen bleiben unverändert. Bewerber, die zahlen, aber nicht erscheinen, erhalten keine Rückerstattung. Für Manager der Unternehmensmobilität bietet der Pilotversuch ein neues – wenn auch kostspieliges – Instrument für kurzfristige Geschäftsreisen von Führungskräften. Multinationale Arbeitgeber sollten die Gebühr im Verhältnis zu den aktuellen lokalen Wartezeiten abwägen und sie für besonders wichtige Reisen (z. B. Ausschreibungen, Vorstandssitzungen, dringende Reparaturen) reservieren. Unternehmen müssen möglicherweise auch ihre Reisegenehmigungsprozesse anpassen, damit die zusätzlichen Kosten im Voraus genehmigt und zentral für Budget- und Compliance-Zwecke erfasst werden. Sollte das Programm auf positive Resonanz stoßen, hat das Außenministerium angedeutet, dass weitere Standorte hinzukommen oder der Service dauerhaft eingeführt werden könnte. Beobachter werden genau verfolgen, ob der Pilotversuch den Rückstau bei Terminen verringert oder ob er knappe Interviewkapazitäten von anderen Visakategorien wie H-1B und L-1 abzieht, die in vielen Regionen weiterhin lange Wartezeiten aufweisen.
Quelle: Newswav
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