
Das Außenministerium gab am 13. Juni bekannt, dass es „hunderte“ B-1/B-2-Visa im Zusammenhang mit organisierten Geburtstourismus-Netzwerken in West- und Nordafrika sowie Europa widerrufen hat. Ermittler werfen den Netzwerken vor, werdende Mütter darauf vorbereitet zu haben, wie sie Konsulatsfragen beantworten sollen, US-Unterkünfte in der Nähe von Krankenhäusern zu organisieren und die US-Staatsbürgerschaft als „All-inclusive-Paket“ zu vermarkten. Der stellvertretende Pressesprecher Tommy Pigott erklärte gegenüber Fox News, dass diese Maßnahmen Teil einer umfassenderen Strategie seien, um die Kommerzialisierung des Geburtsrechts zu stoppen. Seit 2024 haben Konsularteams mehr als 400 verdächtige Fälle über sechs europäische Firmen und etwa 200 in Afrika dokumentiert. Visa-Widerrufe lösen automatisch Warnmeldungen im Carrier Information Sharing System aus, was bedeutet, dass Fluggesellschaften Passagieren auf der Liste das Boarding verweigern müssen, andernfalls drohen Bußgelder. Firmenreisedienste sollten daher bei schwangeren Reisenden aus Hochrisikoregionen mit verstärkten Kontrollen rechnen, selbst bei legitimen Geschäftsreisen. Die Maßnahmen deuten zudem auf eine strengere Betrugsprüfung in US-Konsulaten weltweit hin; Unternehmen, die B-1-Mitarbeiter für Kurzzeitschulungen entsenden, sollten zusätzliche Nachweise über Zweck und Bindungen des Mitarbeiters im Ausland bereithalten. Einwanderungsanwälte erwarten vermehrte 221(g)-Verfahren bei weiblichen Antragstellerinnen im gebärfähigen Alter, die kurz vor dem Geburtstermin reisen. Vermittler von Geburtstourismus drohen Anklagen wegen Schleusung oder Visabetrugs mit Haftstrafen von bis zu zehn Jahren. Das Außenministerium kündigte weitere Festnahmen an, da die Ermittlungen andauern.
Quelle: The American Bazaar
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