
Eine von Brasiliens Força Nacional geführte Bundes-Taskforce hat in einer Operation, die in den frühen Morgenstunden des 15. Juni 2026 endete, 23 unterirdische Bunker illegaler Goldgräber im indigenen Gebiet Sararé im Bundesstaat Mato Grosso entdeckt und zerstört. Die bis zu fünf Meter langen Tunnel dienten als Lager für Treibstoff, Sprengstoffe und Maschinen im Wert von 63 Millionen Real, so die Behörden. Der Einsatz folgt auf Kritik von US-Handelsvertretern im März, die Brasiliens „schwache Durchsetzung“ gegen illegalen Goldabbau bemängelten, da dieser Märkte verzerrt und indigene Rechte verletzt. An der jüngsten Razzia waren IBAMA, FUNAI, das Militär und die Bundespolizei beteiligt – ein klares Signal Brasílias, vor dem Amazonien-Gipfel im nächsten Monat greifbare Ergebnisse zu präsentieren. Sararé, weniger als 20 Kilometer von der bolivianischen Grenze entfernt, hat sich zu einem Korridor für Schmuggelware und Wanderarbeit entwickelt. Durch die Zerstörung der Bunker will die Taskforce die Möglichkeit der Goldgräber einschränken, nach Abzug der Kontrolleure ihre Aktivitäten wieder aufzunehmen. Ähnliche unterirdische Anlagen wurden bereits in Peru entdeckt, doch laut IBAMA ist dies die erste großflächige Entdeckung dieser Art in Brasilien. Im Hinblick auf die Mobilität werden in den kommenden Wochen verstärkte Patrouillen und sporadische Straßensperren entlang der BR-070 erwartet, was zu Verzögerungen beim grenzüberschreitenden Güterverkehr zwischen Cuiabá und Santa Cruz de la Sierra führen könnte. Logistikunternehmen sollten ihre Fahrer darauf hinweisen, vollständige Frachtpapiere mitzuführen und längere Abfertigungszeiten am Zoll in Cáceres einzuplanen. Die Regierung hat kein Enddatum für die Desintrusão-Mission festgelegt. FUNAI koordiniert vorübergehende Kontrollpunkte zur Einschränkung des Zugangs für Nichtansässige, was bedeutet, dass Anbieter von Abenteuertourismus in der Region Serra de Ricardo Franco neue Genehmigungen einholen müssen.
Quelle: Revista Sociedade Militar