
Morgennebel lähmte am 15. Juni 2026 den internationalen Flughafen Campo Grande im brasilianischen Mittleren Westen, was zur Streichung von zwei Frühflügen aus São Paulo und zu mehreren Verspätungen führte. Gegen 11:00 Uhr Ortszeit besserte sich die Sicht, und der Flughafen nahm laut Betreiber Aena schrittweise den Flugbetrieb wieder auf. Passagiere berichteten von Verwirrung in der Nacht, als Flugzeuge zweimal versuchten, in Guarulhos zu starten, aber nach gescheiterten Landungen in der Hauptstadt des Bundesstaates umkehren mussten. Reisende, die verzweifelt nach Hotelzimmern suchten, mussten aus eigener Tasche zahlen, während sie auf Updates warteten. Aena koordiniert sich mit GOL und LATAM, um heute zusätzliche Flüge einzusetzen, um den Rückstau abzubauen, und rät Passagieren, die Apps der Airlines zu verfolgen, statt frühzeitig zum Terminal zu kommen. Der Vorfall verdeutlicht ein saisonales Risiko für Brasiliens Binnenflughäfen, wo flaches Gelände und Kaltfronten im südlichen Winter dichten Morgennebel verursachen. Obwohl der Flughafen mit einem ILS der Kategorie I ausgestattet ist, reichen die Mindestanforderungen nicht für extrem schlechte Sichtverhältnisse aus. Ein Projekt zur Aufrüstung auf Kategorie II mit einem Budget von 42 Millionen R$ soll im August ausgeschrieben werden. Für Geschäftsreisende unterstreicht die Störung die Bedeutung von Pufferzeiten und Reise-Risikowarnungen bei Inlandsverbindungen, die Langstreckenflüge bedienen. Versicherer weisen darauf hin, dass wetterbedingte Ausfälle in Brasilien meist nicht unter die Passagierentschädigungsregeln fallen, sofern die Airline keine Unterstützung bietet. Bis Mittag zeigte das Online-Board von Aena eine Normalisierung des Betriebs, doch einige Verbindungen nach Brasília und Cuiabá blieben verspätet. Frachtflüge mit verderblichen Rindfleischexporten wurden priorisiert, um die Kühlkette zu sichern.
Quelle: Campo Grande News