
In den frühen Morgenstunden des Montag, 15. Juni 2026, starteten die am Flughafen Brüssel bei Aviapartner beschäftigten Bodenmitarbeiter einen überraschenden Streik, der den Check-in und das Boarding von etwa 15 Abflügen erheblich störte und zu Verzögerungen von bis zu zwei Stunden führte. Der Ausstand begann um 03:30 Uhr Ortszeit ohne Vorwarnung und überraschte sowohl Fluggesellschaften als auch Passagiere. Während die Dienste des Konkurrenten Alyzia weiterliefen, mussten Fluggesellschaften, die auf Aviapartner angewiesen sind – darunter TUI fly, Ryanair, Iberia und British Airways – schnell alternative Lösungen für ihre Reisenden finden. Gewerkschaftsvertreter erklärten, der Protest resultiere aus langanhaltenden Konflikten wegen Personalmangels und unzureichender Abstimmung bei der Schichtplanung in der geschäftigen Sommerzeit. Obwohl keine Flüge komplett gestrichen wurden, zwang der Streik Tausende von Passagieren, darunter Geschäftsreisende mit Terminen am selben Tag, ihre Reisepläne umzubuchen oder Anschlussflüge an anderen europäischen Drehkreuzen zu verpassen. Der Vorfall verdeutlicht die Belastungen, denen Flughafen-Dienstleister angesichts des Verkehrsanstiegs und des neuen biometrischen Ein- und Ausreisesystems der EU für Nicht-EU-Reisende ausgesetzt sind. Für Mobilitätsteams in Unternehmen lautet die unmittelbare Lehre, bei Dienstreisen und Versetzungen über Brüssel mehr Flexibilität einzuplanen. Notfallmaßnahmen – wie die Buchung von Flügen bei verschiedenen Dienstleistern oder großzügigere Umsteigezeiten – können das Risiko plötzlicher Arbeitsniederlegungen mindern. Da die umfassenden Verhandlungen zu Löhnen und Arbeitsbedingungen noch nicht abgeschlossen sind, warnen Experten, dass weitere Arbeitskämpfe nicht ausgeschlossen werden können. Multinationale Unternehmen, die Mitarbeiter über Belgien entsenden, sollten daher sicherstellen, dass ihre Reisekrisenpläne und Systeme zur Reisendenverfolgung aktuell sind und die Beschäftigten wissen, wie sie im Falle erneuter Streiks Unterstützung bei Flugstörungen erhalten.
Quelle: The Brussels Times