
Beijings Grenzkontrollen haben einen weiteren Meilenstein nach der Pandemie erreicht. Laut Daten der Beijing General Station of Exit-Entry Frontier Inspection vom 17. Juni wurden an den beiden Flughäfen und Bahnhöfen der Hauptstadt zwischen dem 1. Januar und dem 15. Juni 2026 mehr als 10 Millionen Ein- und Ausreisen registriert – zehn Tage früher als im Vorjahr und ein Plus von 10,5 Prozent im Jahresvergleich. Ausländer machten davon 3,44 Millionen aus, ein Anstieg von 31,5 Prozent, was auf Chinas einseitiges 30-tägiges visafreies Regime – inzwischen für 50 Länder gültig – sowie die 240-Stunden-Transitbefreiung zurückzuführen ist, die die Nachfrage weiter ankurbeln. Das stärkste Wachstum verzeichnet der Beijing Capital International Airport, wo in Terminal 3 „Dual-Lane Parallel Inspection“-Schalter eingeführt und während der Stoßzeiten mehr Personal eingesetzt wird. Grenzbeamte berichten, dass die durchschnittlichen Wartezeiten für Inhaber chinesischer und ausländischer Pässe im Vergleich zum ersten Quartal um etwa ein Drittel gesunken sind. Für berechtigte Reisende, die das 240-Stunden-Transitprogramm nutzen, erfolgt die Beantragung der temporären Einreisegenehmigung nun an einem einzigen Schalter, der Dokumentenprüfung und biometrische Erfassung kombiniert, wodurch die Bearbeitungszeit auf unter fünf Minuten sinkt. Auch die Ausreisezahlen steigen rasant: Über 6 Millionen Festlandbewohner haben die Hauptstadt in diesem Jahr bereits verlassen, wobei Südkorea, Thailand und Singapur die drei beliebtesten Ziele sind. Reiseveranstalter berichten, dass multinationale Unternehmen regionale Rotationsprogramme, die während der Pandemie ausgesetzt waren, wieder aufnehmen, und die Nachfrage nach Meetings und Events seit der Frühjahrsmesse in Kanton stark zurückgekehrt ist. Branchenanalysten sehen zwei wichtige Auswirkungen: Erstens bestätigen die Zahlen aus Peking, dass jüngste politische Maßnahmen – insbesondere die im Februar verlängerte visafreie Einreise für Kanada und Großbritannien – schnell zu mehr Verkehrsaufkommen führen. Zweitens deutet die Fähigkeit der Hauptstadt, trotz zweistelligen Wachstums die Wartezeiten um 30 Prozent zu verkürzen, darauf hin, dass die Bemühungen der National Immigration Administration um smarte Grenztechnologie erste spürbare Effizienzgewinne bringen. Für Manager der Unternehmensmobilität ist die Botschaft klar: Chinas größtes Wirtschaftsdrehkreuz arbeitet wieder in vollem Umfang und bietet schnellere Abfertigung für Kurzzeitbesucher und durchreisende Mitarbeiter. Unternehmen, die regionale Konferenzen oder Rotationsprogramme planen, können mit reibungsloseren Ankünften rechnen, sollten ihre Mitarbeiter jedoch weiterhin ermutigen, gedruckte Hotelbestätigungen mitzuführen und bei der ersten Einreise mit Fingerabdruckkontrollen bei der Ankunft rechnen.
Quelle: TTG China
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