
Innenminister aus Malta, Italien, Zypern und Griechenland trafen sich am 18. Juni 2026 in Rom, um die regionale Zusammenarbeit im Kampf gegen irreguläre Migration zu verstärken. Das Treffen, initiiert von Italiens Matteo Piantedosi und auf einem Gipfel im April in Nikosia aufbauend, endete mit dem Versprechen, ein dauerhaftes Netzwerk nationaler Kontaktstellen einzurichten. Die Minister – Zypern wurde durch Migrationsminister Nicholas Ioannides vertreten – erklärten, dass dieses System „schnelle, koordinierte Reaktionen“ bei maritimen Migrationswellen ermöglichen und durch den Austausch von Informationen Schleusernetzwerke effektiver zerschlagen könne. Zudem unterstützten sie eine stärkere Finanzierung der Außengrenzen sowie EU-weite Programme für freiwillige Rückkehrhilfen und betonten, dass NGO-Rettungsschiffe nicht zu „Anziehungspunkten“ werden dürfen. Für Arbeitgeber, die auf Saison- oder Projektarbeit angewiesen sind, deutet die Erklärung auf eine selektivere Visa-Vergabe hin, während Rückführungsverfahren beschleunigt werden sollen. Gleichzeitig dürfte die koordinierte Durchsetzung willkürliche Einreisebeschränkungen reduzieren, die Lieferketten stören können. Die EU wird die Vorschläge nun in den kommenden Ratsgremien für Justiz und Inneres einbringen, wobei Zypern als Ratspräsidentschaft die Federführung übernimmt. Mobilitätsmanager sollten mit strengeren Kontrollen der Befördererhaftung und möglicherweise neuen Anforderungen an die Vorausmeldung von Passagierdaten auf Fähren aus Nordafrika rechnen.
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